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Bergwelten Auf Skiern am Limit
Sendung vom 16. Januar 2016 | 14:40 | |

Bergwelten

Auf Skiern am Limit

Dokumentation | Österreich 2014

Freerider Samuel Antahmatten und Thomas Gaisbacher auf den Spuren
des Steilwand-Pioniers Heini Holzer.

**** 

Die Steilwand-Skilegende Heini Holzer aus Südtirol entwickelte sich in den siebziger Jahren zu einem der ersten großen tragischen Helden des Steilwandskifahrens. Der Südtiroler Alpinist, der unter anderem auch Reinhold Messners Seilgefährte war, befuhr mehr als 100 Steilwände der Alpen mit Skiern und revolutionierte diese neue alpinistische Disziplin grundlegend mit. Bei seinem Vorhaben, die Piz Roseg Nordostwand im Engadin mit Skiern erst zu befahren, stürzte Heini Holzer in den Tod. Im April 2015 wäre Heini Holzer 70 Jahre alt geworden. Holzer schrieb Geschichte. Er befuhr Terrain, welches als Tabuzone für Skifahrer galt und wurde zum Idol junger Extremskifahrer.

So auch für den Schweizer Freerider Samuel Anthamatten und den Osttiroler Thomas Gaisbacher. Die beiden gelernten Berg- und Skiführer haben sich zum Ziel gesetzt die 2687 Meter hohe Nordostwand des Simonskopfes in den Lienzer Dolomiten mit Skiern erstzubefahren. Ein Projekt, bei dem neben einer genauen Planung und Beobachtung des Geländes äußerste Konzentration gilt. Die jungen Männer bewegen sich in einer Wand, die bei der Draufsicht senkrecht wirkt. Die Flanken, die sie hinunterrauschen sind bis zu 60 Grad steil. Ein kleiner Fehler kann schon, wie bei Heini Holzer, fatale Folgen mit sich ziehen. Steilwand-Skifahren – die Grenze zwischen Gerade noch- und Nicht mehr-Fahrbar.


„Auf Skiern am Limit“ spannt einen Bogen zwischen damals und heute und zeigt die Schwierigkeiten auf, mit denen die Pioniere zu kämpfen hatten. Doch auch wenn das Material heute weiterentwickelt scheint – die Gefahr bleibt die gleiche und die Steilwände bleiben nach wie vor den Sportlern vorbehalten, die Mut, Können und eine Spur von Wahnsinn mit sich bringen.

Wie die beiden Athleten Thomas Gaisbacher und Samuel Anthamatten. Der heute 28jährige Samuel ist im Schweizer Zermatt aufgewachsen und zählt heute zur weltweiten Freeride Elite. Neben der Teilnahme an der Freeride World Tour wirkte er in den größten Skifilmproduktionen der heutigen Zeit mit.

Der 30jährige Thomas Gaisbacher, der auf der Dolomitenhütte wohnt, war als Zehnkämpfer Mitglied im Nationalteam. Dort konnte er als Leichtathlet einige Tiroler- und Staatsmeistertitel gewinnen. Doch der weitere Weg führte Thomas Gaisbacher in die Berge. Mittlerweile ist er durch zahlreiche Skiprojekte rund um den Globus unterwegs. Nebenbei geht er immer wieder seiner Leidenschaft nach, Steilwände in den Ostalpen zu befahren, was ihn letztendlich dazu brachte, dieses gemeinsame Projekt mit Samuel zu planen.

****

Eine atemberaubende Produktion, die auf Grund der großen Neuschneemengen im Winter 2013/2014 in den Südalpen bei Lawinenwarnstufe 5 viele Gefahren mit sich brachte, die auch dem Zuschauer nicht vorenthalten bleiben. Außerdem gibt Holzers frühere Seil- und Lebensgefährtin Siglinde Gamper Einblicke in Fotoalben und seine privaten Tourenaufzeichnungen. 

Thomas Gaisbacher: „Es ist eine Mischung zwischen Adrenalin, Angst und Freude, wenn ich nach dem Aufstieg am Gipfel stehe. Dann konzentrieren und es geht runter.“

Samuel Anthamatten: „Ein Risiko bleibt beim Steilwand-Skifahren immer bestehen. Du kannst die Berge nicht einfach in Rahmen setzen und sagen, das ist die Theorie und wenn ich nach dieser Theorie fahre, bin ich sicher.“

Bergwelten Banner L

Freerider Samuel Antahmatten und Thomas Gaisbacher auf den Spuren
des Steilwand-Pioniers Heini Holzer.

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Die Steilwand-Skilegende Heini Holzer aus Südtirol entwickelte sich in den siebziger Jahren zu einem der ersten großen tragischen Helden des Steilwandskifahrens. Der Südtiroler Alpinist, der unter anderem auch Reinhold Messners Seilgefährte war, befuhr mehr als 100 Steilwände der Alpen mit Skiern und revolutionierte diese neue alpinistische Disziplin grundlegend mit. Bei seinem Vorhaben, die Piz Roseg Nordostwand im Engadin mit Skiern erst zu befahren, stürzte Heini Holzer in den Tod. Im April 2015 wäre Heini Holzer 70 Jahre alt geworden. Holzer schrieb Geschichte. Er befuhr Terrain, welches als Tabuzone für Skifahrer galt und wurde zum Idol junger Extremskifahrer.

So auch für den Schweizer Freerider Samuel Anthamatten und den Osttiroler Thomas Gaisbacher. Die beiden gelernten Berg- und Skiführer haben sich zum Ziel gesetzt die 2687 Meter hohe Nordostwand des Simonskopfes in den Lienzer Dolomiten mit Skiern erstzubefahren. Ein Projekt, bei dem neben einer genauen Planung und Beobachtung des Geländes äußerste Konzentration gilt. Die jungen Männer bewegen sich in einer Wand, die bei der Draufsicht senkrecht wirkt. Die Flanken, die sie hinunterrauschen sind bis zu 60 Grad steil. Ein kleiner Fehler kann schon, wie bei Heini Holzer, fatale Folgen mit sich ziehen. Steilwand-Skifahren – die Grenze zwischen Gerade noch- und Nicht mehr-Fahrbar.


„Auf Skiern am Limit“ spannt einen Bogen zwischen damals und heute und zeigt die Schwierigkeiten auf, mit denen die Pioniere zu kämpfen hatten. Doch auch wenn das Material heute weiterentwickelt scheint – die Gefahr bleibt die gleiche und die Steilwände bleiben nach wie vor den Sportlern vorbehalten, die Mut, Können und eine Spur von Wahnsinn mit sich bringen.

Wie die beiden Athleten Thomas Gaisbacher und Samuel Anthamatten. Der heute 28jährige Samuel ist im Schweizer Zermatt aufgewachsen und zählt heute zur weltweiten Freeride Elite. Neben der Teilnahme an der Freeride World Tour wirkte er in den größten Skifilmproduktionen der heutigen Zeit mit.

Der 30jährige Thomas Gaisbacher, der auf der Dolomitenhütte wohnt, war als Zehnkämpfer Mitglied im Nationalteam. Dort konnte er als Leichtathlet einige Tiroler- und Staatsmeistertitel gewinnen. Doch der weitere Weg führte Thomas Gaisbacher in die Berge. Mittlerweile ist er durch zahlreiche Skiprojekte rund um den Globus unterwegs. Nebenbei geht er immer wieder seiner Leidenschaft nach, Steilwände in den Ostalpen zu befahren, was ihn letztendlich dazu brachte, dieses gemeinsame Projekt mit Samuel zu planen.

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Eine atemberaubende Produktion, die auf Grund der großen Neuschneemengen im Winter 2013/2014 in den Südalpen bei Lawinenwarnstufe 5 viele Gefahren mit sich brachte, die auch dem Zuschauer nicht vorenthalten bleiben. Außerdem gibt Holzers frühere Seil- und Lebensgefährtin Siglinde Gamper Einblicke in Fotoalben und seine privaten Tourenaufzeichnungen. 

Thomas Gaisbacher: „Es ist eine Mischung zwischen Adrenalin, Angst und Freude, wenn ich nach dem Aufstieg am Gipfel stehe. Dann konzentrieren und es geht runter.“

Samuel Anthamatten: „Ein Risiko bleibt beim Steilwand-Skifahren immer bestehen. Du kannst die Berge nicht einfach in Rahmen setzen und sagen, das ist die Theorie und wenn ich nach dieser Theorie fahre, bin ich sicher.“

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