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Sendung vom 28. Juni 2013 | 00:15 |

Talk im Hangar-7

Thema: Bankenrettung - Überfall auf den Bürger?

Talk | Österreich 2013

Eigentlich sollte es ein gutes Geschäft werden: Der Staat rechnete mit einer raschen Rückzahlung der Beihilfen, und sogar mit Gewinnen aus Zinszahlungen. Doch daraus ist nichts geworden, weder in Deutschland noch in Österreich. Die Bürger sind verunsichert, die Staaten hoch verschuldet und viele Banken taumeln weiter. Der Steuerzahler haftet, doch wer profitiert? Wohin fließt das Geld wirklich? Wem schulden die maroden Banken das Geld? Welche Banken sollten in Zukunft gerettet werden, und welche nicht?
Während die EU über eine gemeinsame Bankenaufsicht diskutiert, droht Österreich ein Desaster. Denn die Rettung der Pleite-Banken könnte am Ende die Lohnsteuer-Einnahmen eines gesamten Jahres kosten: 22 Milliarden Euro.
Gäste:
Hannes Androsch - Österreichs Ex-Finanzminister
Jörg Asmussen - EZB-Direktor (live aus Brüssel zugeschaltet)
Wolfgang Gerke - Banken-Experte
René Zeyer - Banken-Kritiker
Hedwig Schneid - „Die Presse"
Moderation: Imke Köhler
Banken-Kritiker René Zeyer im DATUM-Interview:
Der Schweizer Journalist und Autor René Zeyer hält nichts von der geplanten EU-Bankenunion: Er würde marode Banken ohne Wenn und Aber bankrott gehen lassen.
DATUM: Mit der Bankenunion will die EU europaweit Verantwortung für die Banken übernehmen. Was halten Sie von diesem Modell?
René Zeyer: „Gar nichts. So wie es jetzt angedacht ist, soll die Europäische Zentralbank die Aufsichtsfunktion übernehmen. Schon allein das ist ein Unding - eine Notenbank kann nicht Aufsichtsorgan über Privatbanken sein. Der zweite Punkt: Eine Bankenunion soll ja auch einen weiteren Rettungsschutzschirm für europäische Banken darstellen. Das Bilanzvolumen europäischer Banken liegt im Moment bei einer Größenordnung von 27 Billionen Euro. Der Rettungsfonds, der angedacht ist, soll lediglich 50, 60 oder 70 Milliarden Euro betragen - auch darüber streitet man noch. Man kann berechtigterweise von Peanuts sprechen."
DATUM: Wäre der Steuerzahler durch die Einführung der Bankenunion aus der Verantwortung entlassen, Geld für Banken-Rettungen zur Verfügung zu stellen?
Zeyer: „Schulden haben eine unangenehme Eigenschaft: Man kann sie durch Neugeld, durch Umschuldung, durch Refinanzierung und so weiter für eine Zeit lang hinausschieben, aber irgendwann ist Zahltag. In diesem ganzen Wirtschafts-Schlamassel zwischen Finanz- und Staatensystemen ist eines klar: Irgendwann muss irgendjemand zahlen - und da sehe ich außer dem Steuerzahler niemanden, der zur Verfügung stehen würde."
DATUM: Sie haben in Ihrem Buch „Bank, Banker, Bankrott” mit Schweizer Privatbankern abgerechnet. Folglich dürften Sie Rettungspaketen für Banken insgesamt nicht unbedingt wohlgesonnen sein.
Zeyer: „Ja, aber nicht wegen der Missstände in den Banken. In erster Linie ist es ein wirtschaftliches Unding, dass Teilnehmer am freien Markt eine spezielle Staatsschutzgarantie genießen."
Warum Banker nach wie vor über die Hilfe der Steuerzahler lachen und wer dafür zur Verantwortung zu ziehen ist, lesen Sie im kompletten Interview.

Eigentlich sollte es ein gutes Geschäft werden: Der Staat rechnete mit einer raschen Rückzahlung der Beihilfen, und sogar mit Gewinnen aus Zinszahlungen. Doch daraus ist nichts geworden, weder in Deutschland noch in Österreich. Die Bürger sind verunsichert, die Staaten hoch verschuldet und viele Banken taumeln weiter. Der Steuerzahler haftet, doch wer profitiert? Wohin fließt das Geld wirklich? Wem schulden die maroden Banken das Geld? Welche Banken sollten in Zukunft gerettet werden, und welche nicht?
Während die EU über eine gemeinsame Bankenaufsicht diskutiert, droht Österreich ein Desaster. Denn die Rettung der Pleite-Banken könnte am Ende die Lohnsteuer-Einnahmen eines gesamten Jahres kosten: 22 Milliarden Euro.
Gäste:
Hannes Androsch - Österreichs Ex-Finanzminister
Jörg Asmussen - EZB-Direktor (live aus Brüssel zugeschaltet)
Wolfgang Gerke - Banken-Experte
René Zeyer - Banken-Kritiker
Hedwig Schneid - „Die Presse"
Moderation: Imke Köhler
Banken-Kritiker René Zeyer im DATUM-Interview:
Der Schweizer Journalist und Autor René Zeyer hält nichts von der geplanten EU-Bankenunion: Er würde marode Banken ohne Wenn und Aber bankrott gehen lassen.
DATUM: Mit der Bankenunion will die EU europaweit Verantwortung für die Banken übernehmen. Was halten Sie von diesem Modell?
René Zeyer: „Gar nichts. So wie es jetzt angedacht ist, soll die Europäische Zentralbank die Aufsichtsfunktion übernehmen. Schon allein das ist ein Unding - eine Notenbank kann nicht Aufsichtsorgan über Privatbanken sein. Der zweite Punkt: Eine Bankenunion soll ja auch einen weiteren Rettungsschutzschirm für europäische Banken darstellen. Das Bilanzvolumen europäischer Banken liegt im Moment bei einer Größenordnung von 27 Billionen Euro. Der Rettungsfonds, der angedacht ist, soll lediglich 50, 60 oder 70 Milliarden Euro betragen - auch darüber streitet man noch. Man kann berechtigterweise von Peanuts sprechen."
DATUM: Wäre der Steuerzahler durch die Einführung der Bankenunion aus der Verantwortung entlassen, Geld für Banken-Rettungen zur Verfügung zu stellen?
Zeyer: „Schulden haben eine unangenehme Eigenschaft: Man kann sie durch Neugeld, durch Umschuldung, durch Refinanzierung und so weiter für eine Zeit lang hinausschieben, aber irgendwann ist Zahltag. In diesem ganzen Wirtschafts-Schlamassel zwischen Finanz- und Staatensystemen ist eines klar: Irgendwann muss irgendjemand zahlen - und da sehe ich außer dem Steuerzahler niemanden, der zur Verfügung stehen würde."
DATUM: Sie haben in Ihrem Buch „Bank, Banker, Bankrott” mit Schweizer Privatbankern abgerechnet. Folglich dürften Sie Rettungspaketen für Banken insgesamt nicht unbedingt wohlgesonnen sein.
Zeyer: „Ja, aber nicht wegen der Missstände in den Banken. In erster Linie ist es ein wirtschaftliches Unding, dass Teilnehmer am freien Markt eine spezielle Staatsschutzgarantie genießen."
Warum Banker nach wie vor über die Hilfe der Steuerzahler lachen und wer dafür zur Verantwortung zu ziehen ist, lesen Sie im kompletten Interview.

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