Jeden Freitag ca. 22:15 Uhr

Kino-Meilensteine

Das Spielfilm-Highlight am Freitag Abend


Jeden Freitag Abend: Die Filmreihe mit anerkannten oder umstrittenen Klassikern, Meisterwerken und Geheimtipps.

In der Reihe Meilensteine stehen regelmäßig Werke der älteren und jüngeren Kino-Geschichte im Mittelpunkt - Filme, die einerseits ihre Entstehungszeit widerspiegeln und zugleich ihren künstlerischen Wert beibehalten haben: Werke von Rossellini, Ophüls, Coppola, Fellini, Lumet, Reisz oder weiteren großen Regisseuren, die heute als Meilensteine der Filmgeschichte gelten.


Freuen Sie sich im Mai auf diese Filme:

"Ein seltsames Paar" - das sind zwei sehr ungleiche Freunde: Der penible Ordnungsfanatiker Felix (Jack Lemmon), und der „Frauen-Held“ und Sportreporter Oscar (Walther Matthau). Ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als sie zusammenziehen und Felix das Leben seines Freundes zunehmend durcheinanderbringt. Die Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks von Neil Simon lebt von dem umwerfend witzigen Zusammenspiel des Komiker-Duos Walter Matthau und Jack Lemmon, die mit Filmen wie „Der Glückspilz“ und „Extrablatt“ Kinogeschichte geschrieben haben. Auch „EIN SELTSAMES PAAR“ (01.05.) von Herbert Ross entwickelte sich zu einem großen Erfolg.

Drei Schwerverbrecher dringen auf der Flucht in das Haus der Familie Hilliard ein und nehmen diese als Geiseln. Während die Gangster Zeit gewinnen wollen, soll die Familie sich verhalten, als wäre nichts vorgefallen. Doch dann gerät die Situation mehr und mehr außer Kontrolle. Genau das ist einer Familie im US-Staat Pennsylvania im Jahr 1952 tatsächlich passiert. Regisseur William Wyler verfilmte diese Geschichte mit Hollywood-Star Humphrey Bogart unter dem Titel „AN EINEM TAG WIE JEDER ANDERE“ (08.05.). Wyler beweist einmal mehr, wie geschickt er es versteht, mit einfachen inszenatorischen Mitteln Hochspannung aufzubauen und eine beängstigende Atmosphäre von Gewalt und Bedrohung zu erzeugen. Den Gegenspieler von Humphrey Bogart, dem Anführer der Gangster, spielt Fredric March als tapferer Familienvater.

John Huston gehört zu den ganz großen Regisseuren des US-Kinos. Aus einem Gesamtwerk von 37 (!) Spielfilmen ragen unbestrittene Klassiker heraus wie „Die Spur des Falken“, „Der Schatz der Sierra Madre“, „Moby Dick“, oder „Die Ehre der Prizzis“. Aber Huston – der „wilde Mann“ Hollywoods - hat auch „schwierige“ Filme gedreht, und dazu zählt „NICHT GESELLSCHAFTSFÄHIG“ (15.05.). Der Titel bezieht sich fünf Menschen, die nichts mit ihren Mitmenschen gemein haben, sich missverstanden fühlen, als „nicht gesellschaftsfähig“ gelten: Eine Tänzerin und ihre Freundin, ein Cowboy, ein Rodeo-Reiter und ein Mechaniker. Sie alle fühlen sich aus dem einen oder anderen Grund in ihrer Freiheit eingeschränkt, es gelingt ihnen nicht, eine tiefer gehende emotionale Beziehung aufzubauen. Unvergesslich ist Hustons Film nicht nur wegen der modernen „Outsider“-Thematik, sondern auch wegen der Besetzung: Clark Gable, Marilyn Monroe, Montgomery Clift, Thelma Ritter und Eli Wallach. Der damalige Ehemann von Marilyn Monroe, der bekannte Dramatiker Arthur Miller, schrieb übrigens das Drehbuch zu diesem Film. Für Hollywood-Star Clark Gable war es leider die letzte Rolle einer langen und sehr erfolgreichen Karriere.

Einen Klassiker des Unterhaltungskinos schuf Mike Nichols mit seiner Gesellschaftssatire „DIE REIFEPRÜFUNG“ (22.05.). Ein College-Absolvent (gespielt von einem umwerfend guten Dustin Hoffman) geht nacheinander zwei „verbotene“ Beziehungen ein – zunächst mit einer verheirateten Frau (Anne Bancroft, die berühmte Mrs. Robinson!), und dann die zu ihrer Tochter (Katharine Ross). Der Film wirkte für damalige Verhältnisse revolutionär, denn zum ersten Mal wurde vorurteilsfrei die Beziehung einer verheirateten Frau zu einem jüngeren Liebhaber geschildert. Dustin Hoffman gewann für seine Rolle den Oscar. Unvergesslich geblieben ist auch die Filmmusik von Simon & Garfunkel.

Manchmal wird ein Film identifiziert mit einer bestimmten Szene, einer markanten Figur, der herauf beschworenen Atmosphäre – manchmal genügt sogar eine Melodie! „DER DRITTE MANN“ (29.05.) von Carol Reed erfüllt all diese Voraussetzungen: Die spannende Verfolgungsjagd durch die unterirdische Wiener Kanalisation; das grandiose Schauspiel von Orson Welles in seiner Rolle als undurchsichtiger Harry Lime; die bedrückende Atmosphäre im Wien der Nachkriegszeit; und das „Harry-Lime-Thema“, gespielt von Anton Karas auf der Zither – das alles ist in die Kino-Geschichte eingegangen und zum Erbgut eines jeden Filmfreundes geworden. Das Drehbuch zu diesem spannenden, stark vom „Film Noir“ beeinflussten Thriller stammt von Erfolgs-Autor Graham Greene. Neben den Protagonisten Orson Welles und Joseph Cotten gehören Alida Valli, Trevor Howard und Paul Hörbiger zur hochkarätigen Besetzung. Kameramann Robert Krasker bekam für seine stimmungsvollen Aufnahmen sogar einen Oscar, in der damals noch existierenden Kategorie Beste Schwarz-Weiß-Kamera.


Sendetermine

Fr | 26.06. 22:00

Bahnbrechender Italowestern mit Clint Eastwood

Spielfilm

1964

Unterhaltung