NASCAR Sprint Cup Series 2012

NASCAR Sprint Cup Series 2012

Das US-Motorsport-Highlight exklusiv bei ServusTV


Denn was vor über einem halben Jahrhundert mit einer Gruppe abenteuerlustiger Whiskey-Schmuggler begann, die sich mit ihren frisierten Autos regelmäßig wilde Verfolgungsjagden mit den „Cops" lieferten, daraus ist inzwischen eines der größten Motorsport-Spektakel überhaupt entstanden - heute nach der Formel 1 die zweitgrößte Rennsport-Serie weltweit.
Was den besonderen Reiz der NASCAR (National Association for Stock Car Auto Racing) ausmacht, ist wohl am ehesten mit „ehrlichem" Rennsport zu beschreiben - der technische Stand der Autos entspricht noch heute in vielen Bereichen dem der 60er-Jahre: Hohes Gewicht (1.530 kg), 5,9-Liter-V8-Maschinen mit Viergang-Getriebe, Stahlbremsen sowie ein kompletter Verzicht auf Elektronik, Titan/Keramik oder weiteren Schnickschnack.
Einzige Ausnahme: Seit Februar 2012 wird anstatt der früher üblichenVergaser mit elektronischer Einspritzung (EFI-Motoren) gefahren, dastechnische Know- How liefert der englische Formel-1-Rennstall McLaren.Hinzu kommen eine einheitliche Gesamtlänge aller Fahrzeuge sowieidentische Frontpartie und Heckabriss - aerodynamische Tüfteleien,elektronische Fahrhilfen oder aus der Box ferngesteuerteComputer-Systeme sucht man hier vergeblich, stattdessen steht Racing pur im Mittelpunkt.
Leistung und Top-Speed der Boliden, denen die Abstammung vom „Straßen-Pendant“ immer noch deutlich anzusehen ist, tut dieses „Oldschool-Reglement" allerdings keinerlei Abbruch: Formel 1 und NASCAR liegen hier jeweils nahezu gleichauf (beide rund 900 PS und bis zu 340 km/h Spitze) - beim schnellsten jemals gefahrenen Rundenschnitt ist die US-Serie (315 km/h) der F1 (249) sogar klar überlegen.
Der NASCAR-Kalender umfasst 36 Rennen jährlich auf 23 verschiedenen Strecken (auf 13 Tracks wird pro Saison jeweils zwei Mal gefahren), und 20 der Kurse sind das, was der US-Amerikaner als „Speedway“ bezeichnet: Ovale in einer Länge zwischen einem und mehr als vier Kilometern, und zudem mit stark unterschiedlicher Überhöhung der Kurven (zwischen zwölf und 36 Grad). Wer dabei aber auf den ersten Blick „nur“ zwei Geraden erkennt, die durch zwei lange Steilkurven verbunden sind, liegt daneben: Jeder Track besteht vielmehr aus vier Kurven, wobei keine davon identisch sind.
Bis 2007 waren in der NASCAR ausschließlich US-Hersteller zugelassen (GM, Ford und Chrysler), doch inzwischen ist auch der japanische Auto-Multi Toyota vertreten. Nicht-amerikanische Piloten waren lange Zeit ebenfalls die Ausnahme - bis vor einigen Jahren plötzlich Namen wie Juan Pablo Montoya und Jacques Villeneuve auftauchten, und die ur-amerikanische Serie nicht zuletzt durch beide Ex-Formel-1-Zugpferde verstärkt in den Mittelpunkt des internationalen Motorsport-Interesses rückte.
Alles zusammen ergibt einen ganz besonderen Cocktail, der die NASCAR in Sachen Motorsport weltweit einzigartig macht. Auch in dieser Saison hat ServusTV das US-Spektakel wieder regelmäßig im Programm: Jeden Montag Abend präsentiert Moderatorin Maren Braun zusammen mit bekannten Experten die Highlights des jeweils aktuellen Saisonlaufs in einem einstündigen Magazin - kommentiert werden die Rennen von Walter Zipser und Andi Gröbl.
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