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Jetzt kommt der Herbst...

  • ...und das ist nicht zu übersehen!

c. Fotolia, Suteracher

Die Blätter verfärben sich und das Herbstlicht hüllt die Alpenregion in eine wunderschön melancholische Stimmung…

Der meteorologische Herbst hat ja schon am 1. September begonnen  und für den astronomischen Herbstbeginn war es am vergangen Samstag soweit. Um exakt 16.49 sind wir in den Herbst 2012 gestartet.

Dass der Sommer endgültig zu Ende geht, das spüren wir jetzt an den knackigen Frühtemperaturen. Die Bergspitzen sind leicht angezuckert und immer öfter gibt´s den herbstlichen Frühnebel.

c. Fotolia, Suteracher


Aber ein paar schöne und auch relativ warme Tage hat der Herbst mit Sicherheit noch zu bieten – im Schnitt 6 Tage mit Temperaturen über 25 Grad.

Also ist der Herbst eigentlich eine Jahreszeit mit vielen Gesichtern...kalt, warm, schneeweiß oder einfach nur nebelgrau.

Und das liegt hauptsächlich an der schiefen Neigung der Erde zur Sonne – jetzt neigen wir uns nämlich  immer weiter weg.

Und die Sonnenstrahlen treffen damit flacher auf die Erde, und dadurch haben sie nicht mehr so viel Kraft bzw. Energie, den Erdboden zu erwärmen.

Im Sommer erwärmen die Sonnenstrahlen nur eine kleine Fläche. Im Herbst hingegen – verteilt sich die Energie der Sonnenstrahlen auf eine größere Fläche.



Und durch die immer flacher werdende Sonneneinstrahlung entweicht in den Nächten mehr Wärme ins All, als untertags wieder reinkommt.

Aber das ist nicht der einzige Grund, warum es kälter wird!

Denn dazu kommt, dass im Herbst immer öfter polare Kaltluft in unsere Breiten vorstößt. Und wenn das passiert, dann bilden sich kräftige Sturmtiefs, die auch uns im Alpenraum erwischen. Typische Markenzeichen von solchen Sturmtiefs sind natürlich Wind, Regen und ein massiver Temperatursturz.  Durch die kalte , polare Luft kühlt es oft binnen weniger Stunden um mehr als 10 Grad ab. Dann kommen richtig kalte Nächte und ….

….Der erste Frost!

Ist das Sturmtief mit seinen Begleitern nämlich durchgezogen,  bleibt  die kalte Luft bei uns.
Und wenn der Himmel dann auch noch sternenklar ist, rasseln die Temperaturen in den Keller – und voila -  der erste Frost ist da.

Aber nicht nur wir spüren dass der Winter naht, sondern auch die Bäume.
Die Blätter verfärben sich - vom saftigen Grün geht´s über in gelb, rot bis hin zu rostbraun -  und dann sterben sie ab!

c.Fotolia, Davidevison

Wie funktioniert das wunderschöne Farbenspiel der Bäume?

Um sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, saugen die Bäume ihre wichtigsten Nährstoffe aus den Blättern über die Blattadern in die Zweige und Äste und schließlich in den Stamm und in die Wurzeln. Dort werden die lebensnotwenigen Substanzen dann für den Winter gespeichert. Und eine dieser lebensnotwendigen Substanzen ist das Chlorophyll - es gibt den Blättern die grüne Farbe.
Wenn es verschwindet, dann werden die darunterliegenden Farben wie das gelbe Karotin oder das rote Anthocyan sichtbar.

c. Fotolia, JayMudaliar

Haben die Laubbäume schlussendlich alles Wertvolle aus ihren Blättern herausgesaugt,  werfen sie die Blätter ab - zum eigenen Schutz!

Denn im Winter würde einerseits zu viel benötigtes Wasser über die Blätter verdunsten -  und andererseits könnte bei Temperaturen unter 0 °Cdas Wasser in den Blättern gefrieren und dadurch würde das Blatt ohnehin zerstört.

Und da auch das Wasser im Boden gefriert, ist für die Bäume Sparkurs angesagt. Denn gefrorenes Wasser können die Wurzeln nicht aufnehmen.

Und so  begeben sich die Bäume in eine Art Winterschlaf bis zum nächsten Frühling.

c. Fotolia, Suteracher

Und das ist der Unterschied zu uns Menschen – wir wissen auch den Winter zu nutzen!

In diesem Sinne
Ihr Wetter-Wastl

    Erstellt: 26.09.12 Letzte Änderung: 26.09.12
 
 

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