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Talk im Hangar-7

  • Thema: Archäologie - Erbstücke in Gefahr
  • Entertainment, AT 2010
  • Resolution:HD

Der illegale Handel mit antiken Gegenständen boomt - und Archäologen sehen in Händlern die Schuldigen dafür, dass wertvolle Kulturschätze geplündert werden. Mit diesem brisanten Thema beschäftigt sich in dieser Woche der Talk im Hangar-7.

Der Talk im Hangar-7, die Diskussionsrunde mit Format bei ServusTV: Jede Woche empfängt Moderatorin Isabella Richtar eine Runde aus bemerkenswerten Persönlichkeiten - vom eigenwilligen Denker bis zum ironischen Meinungsbildner - und spricht mit ihren Gästen über ein aktuelles Thema, das die Gesellschaft bewegt. Der Hangar-7, die exklusive Location am Flughafen Salzburg, bildet für den spannenden TV-Talk den idealen Rahmen - für musikalische Akzente sorgen die „Sonic Interiors“.


Thema & Gäste der aktuellen Sendung:

Thema: Erbstücke in Gefahr - das Geschäft mit der Archäologie
Sie sind die Handwerker unter den Wissenschaftlern und arbeiten mit Schaufeln, Pickeln und Pinseln: Die Archäologen. Auf der Suche nach den Spuren der Vergangenheit stoßen sie immer wieder auf große Schätze, aber zunehmend auch auf leere Grabstätten - denn das illegale Geschäft mit historischen Funden boomt. Die Hauptverantwortung dafür sehen Archäologen weniger bei - meist armen - Grabräubern, sondern beim internationalen Handel, der immer wieder Raubgut ankauft, um es dann gewinnbringend an Sammler zu veräußern.

Die Zahlen der UNESCO, wieviel Geld jährlich mit illegalem Antiken-Handel umgesetzt wird, schwanken zwar zwischen sechs und 32 Milliarden Dollar, fest steht allerdings: Raubgrabungen zerstören das kulturelle Erbe der Menschheit. Doch wer schützt die Erbstücke besser, der Handel oder staatliche Konventionen? Darf Raubgut überhaupt angekauft oder ausgestellt werden, und wem gehören die gefundenen Stücke? Diese und weitere Fragen rund um dieses spannende Thema stehen beim aktuellen Talk im Hangar-7 im Mittelpunkt.

Unsere Gäste sind:
Prof. Dr. Walter Sommerfeld - der Leiter des Instituts für Altorientalistik in Marburg war über 50 Mal bei Forschungsarbeiten im Irak: Der Archäologe prangert das private Profitstreben von Sammlern und Händlern an.

Dr. Daniel Gutscher - das Mitglied der Schweizer UNESCO leitet den Archäologischen Dienst des Kantons Bern: Er glaubt, dass es keine Alternative zur Ordnung durch internationale Konventionen gibt.

Prof. Dr. Raimund Karl - der Leiter des Instituts für Geschichte und Archäologie der Bangor University in Wales wirft Österreich vor, ein archäologischer Schurken-Staat zu sein.

Dr. Andreas Urs Sommer - der Philosoph an der Universität in Freiburg ist Sammler antiker Fundstücke: Für ihn gibt es ohne privates Sammeln keinen Fortschritt in Archäologie und Geschichtswissenschaft.

Dr. Ursula Kampmann - die Historikerin und Expertin für antike Münzen ist Mitglied der Internationalen Händlerorganisation für antike Kunst: Sie glaubt, dass die Archäologie überhaupt nicht weiß, was auf dem Markt wirklich geschieht.

Moderation: Isabella Richtar