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Nachrichten

  1. Frau nach Schlammlawine an Amalfi-Küste vermisst

    Eine Schlammlawine hat Teile des kleinen Ortes Atrani an der süditalienischen Amalfi-Küste verwüstet und eine Frau mit sich gerissen. Nach einem schweren Unwetter war der Fluss Dragone über die Ufer getreten, hatte das Zentrum des Ortes überflutet und viele Autos und Motorräder mit sich gerissen. Nach einer 25 Jahre alten Kellnerin wird seit Donnerstagabend zu Wasser und an Land gesucht.

    Die Wassermassen richteten größere Schäden an, die Straßen sind durch Schutt und Geröll verschüttet. Carabinieri und Feuerwehren sind in Atrani bei Räumarbeiten im Einsatz. "Wir haben noch Glück gehabt, die Bilanz des Unwetters hätte ganz schlimm ausfallen können", sagte Bürgermeister Nicola Carrano. Der Regen sei sehr heftig gewesen. Der Ort war schon 1984 nach einem starken Unwetter überflutet worden.

  2. Segel-Olympiasieger Hagara traf John Malkovich

    Einen höchst prominenten Gesprächspartner hat Österreichs Segel-Doppelolympiasieger Roman Hagara am Rande eines Benefiz-Fußballspiels in Kroatien getroffen. Niemand Geringerer als US-Schauspieler John Malkovich (56) unterhielt sich nach dem Match in Dubrovnik intensiv mit Hagara. Davor waren Freunde von Stargeiger Julian Rachlin zugunsten der UNICEF gegen ein Promi-Team an.

    Unter anderen waren Slaven Bilic, Zlatko Kranjcar, Robert Prosinecki und Franz Hasil angetreten, den Ehrenanstoß hatte Schauspieler Roger Moore übernommen.

    Hollywood-Star und Ausnahme-Könner Malkovich ("Gefährliche Liebschaften", "Being John Malkovich", zuletzt auch als Jack Unterweger und bald auch als Casanova zu sehen) hat rund 70 Filme gedreht und mehrere hochwertige Nominierungen sowie Auszeichnungen bekommen. Hagara gilt als einer der weltbesten Doppelrumpf-Segler der Welt. Gemeinsam mit Vorschoter Hans Peter Steinacher und der Crew trainiert das Extreme Sailing Team aus Österreicher derzeit an der kroatischen Küste.

  3. Fusion von Tirol Milch mit Berglandmilch fast fix

    Die Tiroler Bauern haben am Freitag die monatelange Diskussion rund um die Zukunft der Tirol Milch beendet. Sie werden der Übernahme des Unternehmens durch die oberösterreichische Berglandmilch bis Ende September zustimmen. "Es gibt keinen Plan B. Der Weg ist vorgezeichnet", meinte Bauernbundobmann LHStv. Anton Steixner am Freitag vor Journalisten.

    Berglandmilch-Chef Josef Braunshofer gab sich im Gespräch mit der APA noch verhalten. "Die Entscheidung fällt bei der Generalversammlung in den nächsten zwei Wochen", sagte er. Er sei aber zuversichtlich. Das Paket sei ein stimmiges, er hoffe, dass das auch die Eigentümer der Tirol Milch so sehen. Die Berglandmilch wolle die Produktion steigern und nicht senken, versicherte Braunshofer. Bezüglich einem bevorstehenden Mitarbeiterabbau meinte er: "Das muss man sich vor Ort anschauen und nicht überhasten." Der Standort in Wörgl sei gesichert. Die Zukunft von der Produktionsstätte in Lienz in Osttirol aber noch offen.

    Für Steixner wurde durch die "unpopulären und harten" Verhandlungen der letzten Monate das Angebot der Berglandmilch deutlich verbessert. Denn auch bei einer möglichen Zusammenarbeit mit der Südtiroler Molkerei Milkon und einer gemeinsamen Vermarktung werde der Mehrerlös rein den Tiroler Bauern, und nicht allen bei Berglandmilch unter Vertrag stehenden Lieferanten, zu Gute kommen.

    Die Schulden der Tirol Milch sollen übernommen werden. Im Jahr 2009 standen Verbindlichkeiten von über 50 Mio. Euro an. Bis 30. September steht das Angebot der Berglandmilch. Bei einer Generalversammlung in den nächsten zwei Wochen müssen die Delegierten dem Weg in die Berglandmilch noch zustimmen.

  4. Schirnhofer bei Tokio-WM in 90-kg-Klasse Siebenter

    Der Österreicher Max Schirnhofer hat bei den Judo-Weltmeisterschaften in Tokio mit Rang sieben in der Klasse bis 90 Kilogramm für einen aus österreichischer Sicht gelungenen Auftakt gesorgt. Der 23-Jährige kämpfte sich mit nicht erwarteten Siegen bis ins Finale seines Pools, ehe ihn zwei Niederlagen der Medaillenchance beraubt haben. Der Salzburger punktete aber für die Olympia-Qualifikation.

    Der Athlet von Union Flachgau hatte im Yoyogi National Stadium der japanischen Hauptstadt zunächst mit drei in der Gesamtzeit von nur 5:56 Minuten eingefahrenen Ippen-Siegen einen erstaunlichen Siegeszug hingelegt. Ins Viertelfinale brachten ihn Triumphe über den südkoreanischen Titelverteidiger Lee Kyu-won, über den algerischen Olympia-Zweiten Amr Benikhlef sowie über den um einen Kopf größeren Franzosen Romain Buffet.

    Im Duell um den Einzug ins Semifinale scheiterte Schirnhofer aber gegen den 19-jährigen Japaner Daiki Nishiyama, heuer im Februar Weltcup-Sieger in Wien. Um die Wahrung der Bronze-Chance stellte sich dem ÖJV-Aktiven Walentyn Grekow in den Weg. Der Ukrainer hatte Schirnhofer im Juli beim Grand Slam in Moskau besiegt und landete diesmal ein frühes Waza-ari. Er selbst erhielt nur zwei Strafen, was einer Yuko-Wertung entspricht. Das war für Schirnhofer zu wenig.

    "Irgendwie war ein bissl die Luft draußen - aber ich kann mit Platz sieben zufrieden sein", erklärte der EM-Fünfte nach seinem Ausscheiden. "Den Weltmeister zu entthronen, ist ein geiles Gefühl." Sein Clubtrainer Gerhard Dorfinger war voll des Lobes für seinen Schützling: "Jetzt muss man Max die Chance geben, sich bei weiteren Turnieren in der Olympia-Qualifikation zu beweisen. Er wird sich - wenn alle an einem Strang ziehen - für London 2012 qualifizieren."

    Am Samstag kämpft aus österreichischer Sicht Sabrina Filzmoser um Edelmetall.

 
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