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Nachrichten

  1. Zweite Grasser-Einvernahme durch Staatsanwälte

    Die Einvernahme von Ex-Finanzminister Grasser durch Staatsanwälte und Ermittler wird am Mittwoch fortgesetzt. Grasser soll ab 09.00 Uhr in der Meidlinger Kaserne befragt werden. Dort ist das Bundesamt zur Korruptionsprävention und -bekämpfung angesiedelt. Am Donnerstag war Grasser erstmals rund neun Stunden lang von Staatsanwälten und Ermittlern im Bundeskriminalamt in Wien einvernommen worden.

    Beim zweiten Verhör könnte es um die Zahlungen des Glücksspielkonzerns Novomatic gehen. Auch Grassers eigene Vermögensverhältnisse und Firmenbeteiligungen könnten untersucht werden. Grassers Anwalt Manfred Ainedter hatte vergangene Woche angekündigt, sein Mandant werde den Ermittlern Verträge und Dokumente vorlegen.

    Gegen Grasser wird wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch, Bruch der Amtsverschwiegenheit und Untreue ermittelt, es gilt die Unschuldsvermutung. Ebenfalls beschuldigt sind Grassers Freunde und Geschäftspartner Walter Meischberger, Peter Hochegger und Ernst Karl Plech. Eine 9,6 Mio. Euro-Provision, von der Immofinanz schwarz bezahlt an Hochegger und Meischberger im Zusammenhang mit der Buwog-Privatisierung während Grassers Amtszeit, steht im Zentrum der Ermittlungen.

  2. Zahlreiche Brände in den USA

    Im US-Staat Colorado haben Waldbrände mehr als 3.000 Bewohner in die Flucht getrieben. Dutzende Häuser wurden zerstört. Der Gouverneur von Colorado rief unterdessen den Notstand aus, um auf diese Weise rasch Hilfsmittel und Einsatzkräfte zu mobilisieren. Heftige Winde hatten die Flammen angefacht und in dem hügeligen Gebiet schnell verbreitet.

    Mit einer baldigen Eindämmung der Flammen in dem schwer zugänglichen, ausgetrockneten Hinterland war nicht zu rechnen. Man solle "für Regen beten", so ein lokaler Sheriff. Trotz der Schwere der Brände sei bisher niemand verletzt worden, teilte er weiter mit.

    Auch in Detroit im US-Staat Michigan brachen an mindestens 80 verschiedenen Orten Brände aus. Viele Feuer wurden offensichtlich von herabstürzenden Stromleitungen ausgelöst, verletzt wurde niemand. Heftiger Wind fachte die Flammen an. Die Feuerwehr der Stadt war völlig überlastet und musste Kollegen aus umliegenden Gemeinden um Hilfe bitten.

  3. Kampusch-Autobiografie kommt in Handel

    Die Autobiografie des Entführungsopfers Natascha Kampusch ist ab Mittwoch offiziell im Buchhandel erhältlich. Das mehr als 200 Seiten starke Werk der mittlerweile 22-jährigen Wienerin ist beim deutschen List Verlag erschienen und kostet in Österreich 20,60 Euro.

    "Ich fühle mich nun stark genug, die ganze Geschichte meiner Entführung zu erzählen", so Kampusch über den Entschluss zum Buch über ihr Martyrium auf der Homepage des Verlags. Der Titel "3096 Tage" nennt exakt den Zeitraum, in dem sich das 1998 im Alter von zehn Jahren entführte Mädchen in der Gewalt Wolfgang Priklopils befand. Der Nachrichtentechniker nahm sich am Tag von Natascha Kampuschs Flucht aus seinem Haus in Strasshof in Niederösterreich im August 2006 das Leben.

    Der Verlag machte zur Startauflage keine Angaben. Laut informierten Kreisen sollen zunächst 50.000 Exemplare in den Handel kommen.

  4. Anschlag in Honduras mit 18 Toten

    Bei einem Überfall auf eine kleine Schuhfabrik in Honduras haben Bewaffnete mindestens 18 Arbeiter erschossen und fünf weitere verletzt. Die Täter hätten in der nördlichen Stadt San Pedro Sula ein Massaker angerichtet, sagte ein Polizeisprecher. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielten sich demnach 23 Mitarbeiter in der Fabrik auf, keiner blieb von den mit Sturmgewehren bewaffneten Männern verschont.

    Der Überfall stehe möglicherweise in Zusammenhang mit der Drogengewalt und Grabenkämpfen zwischen kleineren Gangs, erklärte die Polizei.

 
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