Die Black Wings feiern in Spiel 5 einen 3:1-Heimsieg und machen damit den Meistertitel 2011/12 perfekt - Klagenfurt präsentiert sich offensiv stärker als zuletzt, scheitert aber immer wieder an der Linzer Defensive um „Hexer" Alex Westlund.
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Linz macht sein Meisterstück!

Mit erneut umgestellten Linien-Kombinationen reisten die Klagenfurter zum ersten Endspiel nach Linz. Mike Siklenka ersetzte den verletzten Andrei Zyuzin und im Sturm setzte Christian Weber auch im fünften Finalspiel auf neue Linien-Kombinationen. Während die Heimmannschaft auch dieses Mal unverändert zum Eröffnungsbully antreten konnte. Das Team von Coach Rob Daum ließ von der ersten Minute an keinen Zweifel daran, dass es den Sack endgültig zu machen wollte. Der erste Meistertitel war zum Greifen nahe und mit einem Sturmlauf in Richtung KAC-Tor wollte man von der ersten Minute an alles klar machen.
Andy Chiodo hatte gleich alle Hände voll zu tun, seine Mannschaft im Rennen zu halten. Die Gäste zeigten sich zum Start sehr nervös und kamen nur sehr zögerlich zu den ersten Torchancen. Zwei Powerplay-Möglichkeiten in Folge brachte den Linzern weitere gute Chancen, doch Chiodo und sein Gehäuse verhinderten den ersten Treffer. In der Schlussphase des ersten Drittels war der KAC am Drücker, doch auch Alex Westlund zeigte sich erneut in toller Finalform. Nach einem flotten und für beide Teams chancenreichen ersten Drittel ging es zum ersten Mal in die Kabinen.
Den besseren Start ins Mitteldrittel erwischten klar die Gäste. Die Black Wings zeigten sich defensiv jedoch gewohnt kompakt und verhinderten wirklich gute Torchancen der Klagenfurter. Mit dem dritten Überzahlspiel gelang den Linzern sogar der erste Treffer des Abends. Mike Ouellette konnte einen kapitalen Wechselfehler des KAC ausnutzen, womit die Linzer auch im fünften Finalspiel mit 1:0 in Führung gingen (23:17). Der „billige“ Gegentreffer ließ die Gäste dann für einige Zeit wanken, und wieder musste Andy Chiodo mehrfach sein ganzes Können aufbieten, um sein Team im Spiel zu halten.
Mit den ersten Entlastungsangriffen nach der Linzer Druckphase liefen die Klagenfurter dann allerdings in den Konter zum 2:0 durch Justin Keller (28:23). Unterstützt durch ihre ersten beiden Powerplay-Möglichkeiten der Partie drängten die Rotjacken jedoch gleich auf den Anschlusstreffer. Alex Westlund wurde mit Schüssen eingedeckt und vor allem bei einer Top-Chance von Dieter Kalt musste der US-Amerikaner sein ganzes Können auspacken. Der Linz-Goalie schien bereits unüberwindbar, als Johannes Kirisits kurz vor Drittelende aus spitzem Winkel doch noch das 2:1 gelang (39:28). Ein Treffer zum besten Zeitpunkt, der ein spannendes Schlussdrittel versprach.
Und der KAC setzte von Beginn an alles auf eine Karte. Die Linzer wurden regelmäßig in ihrem Drittel eingeschnürt und Alex Westlund mit Schüssen eingedeckt. Mit viel Glück überstanden die Black Wings sogar zwei Überzahlmöglichkeiten der Gäste und Rob Daum musste zwischenzeitlich sogar ein Time-Out nehmen, um seine Mannschaft kurz vom Dauerdruck der Klagenfurter zu entlasten. Klagenfurt nahm vor Ende dann volles Risiko und Andy Chiodo aus dem Kasten. Der Sturmlauf wurde schlussendlich jedoch nicht belohnt, der Puck wollte einfach nicht mehr ins Linzer Tor. 1,7 Sekunden vor der Sirene gelang Gregor Baumgartner mit einem Schlagschuss sogar noch das 3:1 ins leere Gäste-Tor und damit die endgültige Entscheidung für die Black Wings.
Nach einer herausragenden Saison holen sich die Linzer verdient den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Mit dem zweitfrühesten Saisonende seit dem Liganeustart 2000 - nur 2008 konnte Salzburg schneller den Titel holen - scheitert die „Mission 30“ des KAC bereits nach nur fünf Spielen. Rob Daum schafft es in seiner allerersten Saison aus den Linzer ein Meisterteam zu formen und gilt wohl ohne Zweifel als Hauptfaktor für die erfolgreichste Black Wings-Saison aller Zeiten. Auf Seiten der Klagenfurter endet für Christoph Brandner eine große Karriere mit einer Enttäuschung.
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