KAC mit „Sweep" zum 30. Meistertitel

Der EC-KAC wollte den Meistertitel feiern, auf der anderen Seite wollten die Vienna Capitals davon nichts wissen - dementsprechend engagiert gingen beide Teams von Beginn an zu Werke. Jamie Lundmark und Manuel Geier boten sich die ersten Chancen für die Hausherren, doch dann schlugen die Hauptstädter eiskalt zu: Nach einem Bully-Gewinn von Benoit Gratton kam die Scheibe zu Francois Fortier, und der Kanadier traf aus dem Slot zum 1:0. Postwendend hätten die Rotjacken antworten können, doch Joe Reichel scheiterte an Caps-Goalie Matt Zaba.
Der Druck der Wiener blieb weiterhin groß, zunächst aber konnten sie eine 26 Sekunden andauernde 5-gegen-3-Überzahl nicht nutzen. Wenig später jedoch sprang der Puck nach einem Schlagschuss von Philippe Lakos von der Bande zurück, und erneut Francois Fortier traf zum 2:0. Weitere Chancen durch Marcus Olsson und Jamie Fraser ließen die Caps danach ungenutzt. Ein Fehlpass von Patrick Peter leitete einen Gegenstoß von Tyler Scofield ein. Der Kanadier konnte vom YoungStar der Saison nur mit einem Foul gestoppt werden, und den anschließenden Penalty verwandelte die Nummer 10 der Rotjacken eiskalt zum 1:2.
KAC dreht die Partie mit Doppelschlag
Im Mitteldrittel lieferten sich der KAC und die Vienna Capitals zunächst einen offenen Schlagabtausch. Während die Hauptstädter ein Powerplay nicht nutzen konnten, kamen die Hausherren zur Halbzeit der Partie am Ende eines fast vierminütigen Powerplays zum Ausgleich: Tyler Scofield, perfekt freigespielt von Florian Iberer, zog ansatzlos ab und traf aus der Mitteldistanz genau ins linke Kreuzeck. 36 Sekunden später stand die Halle erneut Kopf, als Thomas Hundertpfund die Scheibe aus kurzer Distanz im zweiten Versuch über die Torlinie drückte. Danach ging die Begegnung hin und her, und Wien wollte noch im zweiten Drittel den 3:3-Ausgleich - doch Jonathan Ferland traf nur die Stange.
Der KAC erwischte im Schlussabschnitt den besseren Start. John Lammers verfehlte zunächst nur knapp, und auch ein Powerplay ließen die Klagenfurter ungenutzt verstreichen. Doch schon in der darauffolgenden Überzahl gelang dem KAC der nächste große Schritt in Richtung Meistertitel, als Lammers Caps-Golaie Zaba erneut mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Das Team aus Wien dagegen war bei numerischer Überlegenheit nicht vom Glück verfolgt, ein Schlagschuss von Ferland landete zum wiederholten Mal nur am Torgestänge. Vier Minuten vor dem Ende nahm Coach Tommy Samuelsson eine Auszeit und anschließend seinen Torhüter vom Eis, und prompt verkürzte Adrian Veideman per Rebound auf 3:4. In einer dramatischen Schlussphase drängten die Wiener bei 6 gegen 5 auf den Ausgleich, doch neun Sekunden vor dem Ende sicherte Jamie Lundmark dem KAC mit einem Empty-Net-Goal den 30. Meistertitel.
05.04.2013: EC-KAC - UPC Vienna Capitals 5:3 (1:2, 2:0, 2:1)
Tore Klagenfurt: Scofield (15./PS, 33./pp), Hundertpfund (34.), Lammers (48./pp), Lundmark (60./en)
Tore Wien: Fortier (4., 9.), Veideman (57.)
Endstand in der „Best-of-seven"-Final-Serie: UPC Vienna Capitals - EC-KAC 0:4
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