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Faszination Heimat Die Stadt - Fremdes Wien
Sendung vom 21. August 2016 | 14:05 | |

Faszination Heimat

Die Stadt - Fremdes Wien

Dokumentation | Österreich 2014

In drei 50 minütigen Dokumentationen blickt Regisseurin Elisabeth Scharang mit dem Schriftsteller Gerhard Roth hinter die lichtabgewandten Kulissen Wiens. Begleitet von Roths essayistischen Off-Kommentaren und Fotonotizen tauchen sie mit Friedhofsgärtnern, Restauratoren, Asylwerbern, Archivaren und Gehörlosen in deren Mikrokosmos und den seelischen Untergrund der Stadt ein. Eine Melange aus imposanten Perspektiven und interessanten Begegnungen.

Für den Schriftsteller Gerhard Roth war Wien immer etwas Imaginäres. Vor etwa 30 Jahren beschließt der gebürtige Steirer einzudringen in diesen geheimnisvollen urbanen Kosmos. Nur ein Fotoapparat begleitet ihn. Er lenkt seinen Blick auf Orte, die selbst alteingesessene Wiener kaum aufsuchen. Roths Erkundungsgänge durch Wien sind auch Gänge durch die Zeit:

Josephinum
Im Josephinum bewundert der Autor die 1785 in Florenz für die militärztliche Ausbildung aus Wachs geschaffenen Figuren. „Sie erwecken den Eindruck, aufmerksam zu beobachten. Ihre Glasaugen haben einen irgendwie suchenden Blick.“ Blicke haben für Regisseurin Elisabeth Scharang eine wesentliche Funktion: „Der Blick in dem Film hat viele Richtungen. Wir schauen durch die Kamera jemandem zu, der sich was anschaut. Jemanden zu beobachten, wenn er was entdeckt und was erkennt, kann sehr spannend sein."

Uhrenmuseum
In einem der ältesten Gebäude von Wien entdeckt Gerhard Roth das Uhrenmuseum, eine scheinbar vergessene Zeitfabrik. Er fühlt sich darin „wie in einem riesigen Uhrkasten, wie im Inneren der Zeitmusik, gleichsam im Konzertsaal der Zeit."

Flüchtlingslager Traiskirchen
Zeit hat für die ehemalige 1898 k.u.k. Artilleriekadettenschule unweit von Wien viele Veränderung gebracht. Im Dritten Reich wurde zur sie Erziehungsanstalt für Buben umfunktioniert, bis 1955 war sie Quartier für die Rote Armee. Heute ist sie Unterkunft für Asylanten. In der Erstaufnahmestelle versetzt sich Gerhard Roth in die Situation eines Asylwerbers. Er wird befragt und fotografiert, Fingerabdrücke werden genommen. Für die Dauer der Filmaufnahmen ist er einer der „Schiffbrüchigen auf einer Reise nach Nirgendwo, ausgeliefert an die Barmherzigkeit."

Friedhof der Namenlosen
Menschen, die erst nach ihrem Tod Barmherzigkeit fanden, sind am Friedhof der Namenlosen im Osten Wiens beerdigt. Die meisten sind aus der Donau geborgene Selbstmörder, zumeist Dienstmädchen. Gerhard Roth blättert im Totenbuch, liest die besonderen Merkmale der Toten. Was waren ihre letzen Gedanken? Woran sind sie gescheitert? Trotzdem ihn die lichtabgewandten Seiten der Stadt faszinieren, sieht sich Gerhard Roth als Zukunftsmensch, in einer Stadt, die er kennt, wie nur wenige andere: „Ich liebe diese Streifzüge durch Wien, weil man sich dabei selbst verlieren kann."

Eine Koproduktion von ServusTV und Rilk Film - mit Unterstützung von Fernsehfonds Austria, Wiener Filmfonds, Cinestyria und Cine Art.

In drei 50 minütigen Dokumentationen blickt Regisseurin Elisabeth Scharang mit dem Schriftsteller Gerhard Roth hinter die lichtabgewandten Kulissen Wiens. Begleitet von Roths essayistischen Off-Kommentaren und Fotonotizen tauchen sie mit Friedhofsgärtnern, Restauratoren, Asylwerbern, Archivaren und Gehörlosen in deren Mikrokosmos und den seelischen Untergrund der Stadt ein. Eine Melange aus imposanten Perspektiven und interessanten Begegnungen.

Für den Schriftsteller Gerhard Roth war Wien immer etwas Imaginäres. Vor etwa 30 Jahren beschließt der gebürtige Steirer einzudringen in diesen geheimnisvollen urbanen Kosmos. Nur ein Fotoapparat begleitet ihn. Er lenkt seinen Blick auf Orte, die selbst alteingesessene Wiener kaum aufsuchen. Roths Erkundungsgänge durch Wien sind auch Gänge durch die Zeit:

Josephinum
Im Josephinum bewundert der Autor die 1785 in Florenz für die militärztliche Ausbildung aus Wachs geschaffenen Figuren. „Sie erwecken den Eindruck, aufmerksam zu beobachten. Ihre Glasaugen haben einen irgendwie suchenden Blick.“ Blicke haben für Regisseurin Elisabeth Scharang eine wesentliche Funktion: „Der Blick in dem Film hat viele Richtungen. Wir schauen durch die Kamera jemandem zu, der sich was anschaut. Jemanden zu beobachten, wenn er was entdeckt und was erkennt, kann sehr spannend sein."

Uhrenmuseum
In einem der ältesten Gebäude von Wien entdeckt Gerhard Roth das Uhrenmuseum, eine scheinbar vergessene Zeitfabrik. Er fühlt sich darin „wie in einem riesigen Uhrkasten, wie im Inneren der Zeitmusik, gleichsam im Konzertsaal der Zeit."

Flüchtlingslager Traiskirchen
Zeit hat für die ehemalige 1898 k.u.k. Artilleriekadettenschule unweit von Wien viele Veränderung gebracht. Im Dritten Reich wurde zur sie Erziehungsanstalt für Buben umfunktioniert, bis 1955 war sie Quartier für die Rote Armee. Heute ist sie Unterkunft für Asylanten. In der Erstaufnahmestelle versetzt sich Gerhard Roth in die Situation eines Asylwerbers. Er wird befragt und fotografiert, Fingerabdrücke werden genommen. Für die Dauer der Filmaufnahmen ist er einer der „Schiffbrüchigen auf einer Reise nach Nirgendwo, ausgeliefert an die Barmherzigkeit."

Friedhof der Namenlosen
Menschen, die erst nach ihrem Tod Barmherzigkeit fanden, sind am Friedhof der Namenlosen im Osten Wiens beerdigt. Die meisten sind aus der Donau geborgene Selbstmörder, zumeist Dienstmädchen. Gerhard Roth blättert im Totenbuch, liest die besonderen Merkmale der Toten. Was waren ihre letzen Gedanken? Woran sind sie gescheitert? Trotzdem ihn die lichtabgewandten Seiten der Stadt faszinieren, sieht sich Gerhard Roth als Zukunftsmensch, in einer Stadt, die er kennt, wie nur wenige andere: „Ich liebe diese Streifzüge durch Wien, weil man sich dabei selbst verlieren kann."

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