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Sendung vom 07. Juni 2013 | 00:15 |

Talk im Hangar-7

Thema: Gekonnt geklont - Darf der Mensch Gott spielen?

Talk | Österreich 2013

Dem Zellbiologen Shoukhrat Mitalipov ist es erstmals gelungen, menschliches Leben zu klonen. Beim Talk im Hangar-7 spricht er exklusiv über den vermeintlichen Durchbruch beim Klonen. Forscher erhoffen sich die Heilung von Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder Multipler Sklerose - Kritiker warnen vor dem Missbrauch der umstrittenen Methode. Darf der Mensch den Menschen klonen? Ist bei der Bekämpfung schwerer Krankheiten jedes Mittel recht?
Gäste:
Shoukhrat Mitalipov - Zellbiologe
Markus Hengstschläger - Genetiker
Konrad Paul Liessmann - Philosoph
Andreas Laun - Weihbischof
Gunnar Duttge - Medizinrechtler
Moderation: Imke Köhler
Medizinrechtler Gunnar Duttge im DATUM-Interview:
Klonen ist in Österreich bereits erlaubt, sagt Gunnar Duttge - zumindest für Frauen. Er hätte auch keine Bedenken, exakte Ebenbilder in die Welt zu setzen.
DATUM: Nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse des Zellbiologen Shoukhrat Mitalipov ist eine Diskussion rund um therapeutisches Klonen ausgebrochen. Sind Ängste in diesem Zusammenhang berechtigt?
Gunnar Duttge: „Es gibt zwei Befürchtungen: Zum einen, dass wir die weitere Entwicklung nicht absehen können - diese Dammbruch-Szenarien, die Vorstellung, dass wir uns auf einer schiefen Ebene bewegen und es immer weiter bergab geht, halte ich nicht für plausibel. Beim zweiten Punkt habe aber auch ich Bedenken: Wie kann man rechtfertigen, menschliches Leben zu erzeugen, um es dann fremdnützig zu verwenden?"
DATUM: Der Klon als Ersatzteillager.
Duttge: „Genau, aber wir produzieren ja keine reine Sache. Der Klon ist zwar anders entstanden, aber wenn wir ihm die weiteren Entwicklungschancen geben würden und könnten, dann wäre er eine Entität, die weiter existieren könnte. Was berechtigt uns dazu, den Klon an der weiteren Existenz zu hindern?"
DATUM: Im Rahmen der Diskussion gibt es nun sowohl die Forderung nach einer Lockerung als auch nach einer Verschärfung der gesetzlichen Lage.
Duttge: „In Deutschland gibt es heute ein kategorisches Verbot im Embryonenschutzgesetz, und zwar für jede Form des Klonens. Dem internationalen Trend folgend gibt es nun auch hier die Forderung, das therapeutische Klonen freizugeben oder zumindest stückweise vom Verbot auszunehmen. Ich sehe das kritisch, denn es geht um den tödlichen Umgang mit menschlichem Leben zugunsten anderer Zwecke. Damit habe ich große Probleme. Diejenigen, die das legitimieren wollen, müssten plausibel begründen, dass menschliches Leben erst später beginnt."
Warum Duttge kein Problem damit hätte, unter Klonen zu leben, und wo die Lücken in der österreichischen Gesetzeslage sind, lesen Sie im kompletten Interview.

Dem Zellbiologen Shoukhrat Mitalipov ist es erstmals gelungen, menschliches Leben zu klonen. Beim Talk im Hangar-7 spricht er exklusiv über den vermeintlichen Durchbruch beim Klonen. Forscher erhoffen sich die Heilung von Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder Multipler Sklerose - Kritiker warnen vor dem Missbrauch der umstrittenen Methode. Darf der Mensch den Menschen klonen? Ist bei der Bekämpfung schwerer Krankheiten jedes Mittel recht?
Gäste:
Shoukhrat Mitalipov - Zellbiologe
Markus Hengstschläger - Genetiker
Konrad Paul Liessmann - Philosoph
Andreas Laun - Weihbischof
Gunnar Duttge - Medizinrechtler
Moderation: Imke Köhler
Medizinrechtler Gunnar Duttge im DATUM-Interview:
Klonen ist in Österreich bereits erlaubt, sagt Gunnar Duttge - zumindest für Frauen. Er hätte auch keine Bedenken, exakte Ebenbilder in die Welt zu setzen.
DATUM: Nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse des Zellbiologen Shoukhrat Mitalipov ist eine Diskussion rund um therapeutisches Klonen ausgebrochen. Sind Ängste in diesem Zusammenhang berechtigt?
Gunnar Duttge: „Es gibt zwei Befürchtungen: Zum einen, dass wir die weitere Entwicklung nicht absehen können - diese Dammbruch-Szenarien, die Vorstellung, dass wir uns auf einer schiefen Ebene bewegen und es immer weiter bergab geht, halte ich nicht für plausibel. Beim zweiten Punkt habe aber auch ich Bedenken: Wie kann man rechtfertigen, menschliches Leben zu erzeugen, um es dann fremdnützig zu verwenden?"
DATUM: Der Klon als Ersatzteillager.
Duttge: „Genau, aber wir produzieren ja keine reine Sache. Der Klon ist zwar anders entstanden, aber wenn wir ihm die weiteren Entwicklungschancen geben würden und könnten, dann wäre er eine Entität, die weiter existieren könnte. Was berechtigt uns dazu, den Klon an der weiteren Existenz zu hindern?"
DATUM: Im Rahmen der Diskussion gibt es nun sowohl die Forderung nach einer Lockerung als auch nach einer Verschärfung der gesetzlichen Lage.
Duttge: „In Deutschland gibt es heute ein kategorisches Verbot im Embryonenschutzgesetz, und zwar für jede Form des Klonens. Dem internationalen Trend folgend gibt es nun auch hier die Forderung, das therapeutische Klonen freizugeben oder zumindest stückweise vom Verbot auszunehmen. Ich sehe das kritisch, denn es geht um den tödlichen Umgang mit menschlichem Leben zugunsten anderer Zwecke. Damit habe ich große Probleme. Diejenigen, die das legitimieren wollen, müssten plausibel begründen, dass menschliches Leben erst später beginnt."
Warum Duttge kein Problem damit hätte, unter Klonen zu leben, und wo die Lücken in der österreichischen Gesetzeslage sind, lesen Sie im kompletten Interview.

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