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Sendung vom 24. Mai 2013 | 00:15 |

Talk im Hangar-7

Thema: Everest für alle - Ist der Gipfel erreicht?

Talk | Österreich 2013

Am 29. Mai 1953 bestieg Edmund Hillary als erster Mensch den höchsten Berg der Welt. Seither hat der Mythos Mount Everest viele Abenteurer angelockt. Einer von ihnen ist für den aktuellen Talk im Hangar-7 live aus dem Basislager zugeschaltet: Reinhold Messner. Gemeinsam mit ihm diskutieren Extremsportler, Bergsteiger und Tourismus-Experten über die Faszination Mount Everest, den Sinn und Unsinn des Extrembergsteigens und die Schattenseiten des Massentourismus am Berg.
Gäste:
Reinhold Messner - Bergsteiger-Legende
Wolfgang Nairz - Bergsteiger & Unternehmer
Benedikt Böhm - Extremsportler
Peter Habeler - langjähriger Messner-Seilpartner
Kurt Luger - Tourismus-Experte
Andreas Marlovits - Sportpsychologe
Moderation: Imke Köhler
Tourismus-Experte Kurt Luger im DATUM-Interview:
Die Bergwelt ist zu komfortabel geworden, sagt Kurt Luger: Von Gondeln und Schneekanonen hält er wenig - und fordert stattdessen eine Rückkehr zur „Barriere der Mühe".
DATUM: Herr Luger, gibt es am höchsten Berg der Welt tatsächlich Massentourismus?
Kurt Luger: „Von Massentourismus spricht man, wenn die Qualität der Erfahrung für den Einzelnen nicht mehr in Ordnung ist, und wenn durch die Zahl der Menschen Probleme entstehen - beides trifft in gewissem Maße auf den Mount Everest zu. Bekannte Bergsteiger wie Reinhold Messner kritisieren diese Entwicklung heftig, dabei wird aber meist zwischen echten Bergsportlern und Bergtouristen unterschieden. Ich habe mit dieser Unterscheidung Probleme, weil dabei eine gewisse Geringschätzung den Touristen gegenüber mitschwingt."
DATUM: Sie haben also nichts gegen Touristen auf den höchsten Gipfeln?
Luger: „Diese Haarspalterei führt in der Bergsteiger-Szene seit Jahren massiv zu Diskussionen, bei denen auch Messner immer wieder in Erscheinung tritt und alle diskreditiert, die nicht so bergsteigen, wie er es früher gemacht hat. Dabei darf er sich nicht wundern: Wenn man Bücher schreibt und Filme über das Bergsteigen macht, entwickeln auch andere diese Sehnsüchte. Gleichzeitig sind das Leistungsprinzip und der radikale Individualismus in unserer Gesellschaft heute viel stärker ausgeprägt als früher. Das heißt, immer mehr Menschen wollen sich durch Leistungen, ihre Persönlichkeit, Willensstärke und körperliche Präsenz hervorheben."
DATUM: Bergsteigen war früher noch ein größeres Abenteuer, nicht jeder konnte das. Geht es den Bergsteiger-Legenden nur um Eitelkeit, um Exklusivität?
Luger: „Ich glaube, dass das bei ein paar der Großen eine Rolle spielt, weil ihre Leistung Jahrzehnte später scheinbar geringer wird. Doch die grandiosen Leistungen der Vergangenheit werden ja nicht weniger wert, nur weil jetzt immer mehr Leute auf die Berge rennen."
Warum die „Barriere der Mühe" zum Bergsteigen dazugehört und was im österreichischen Winter-Tourismus falsch läuft, lesen Sie im kompletten Interview.

Am 29. Mai 1953 bestieg Edmund Hillary als erster Mensch den höchsten Berg der Welt. Seither hat der Mythos Mount Everest viele Abenteurer angelockt. Einer von ihnen ist für den aktuellen Talk im Hangar-7 live aus dem Basislager zugeschaltet: Reinhold Messner. Gemeinsam mit ihm diskutieren Extremsportler, Bergsteiger und Tourismus-Experten über die Faszination Mount Everest, den Sinn und Unsinn des Extrembergsteigens und die Schattenseiten des Massentourismus am Berg.
Gäste:
Reinhold Messner - Bergsteiger-Legende
Wolfgang Nairz - Bergsteiger & Unternehmer
Benedikt Böhm - Extremsportler
Peter Habeler - langjähriger Messner-Seilpartner
Kurt Luger - Tourismus-Experte
Andreas Marlovits - Sportpsychologe
Moderation: Imke Köhler
Tourismus-Experte Kurt Luger im DATUM-Interview:
Die Bergwelt ist zu komfortabel geworden, sagt Kurt Luger: Von Gondeln und Schneekanonen hält er wenig - und fordert stattdessen eine Rückkehr zur „Barriere der Mühe".
DATUM: Herr Luger, gibt es am höchsten Berg der Welt tatsächlich Massentourismus?
Kurt Luger: „Von Massentourismus spricht man, wenn die Qualität der Erfahrung für den Einzelnen nicht mehr in Ordnung ist, und wenn durch die Zahl der Menschen Probleme entstehen - beides trifft in gewissem Maße auf den Mount Everest zu. Bekannte Bergsteiger wie Reinhold Messner kritisieren diese Entwicklung heftig, dabei wird aber meist zwischen echten Bergsportlern und Bergtouristen unterschieden. Ich habe mit dieser Unterscheidung Probleme, weil dabei eine gewisse Geringschätzung den Touristen gegenüber mitschwingt."
DATUM: Sie haben also nichts gegen Touristen auf den höchsten Gipfeln?
Luger: „Diese Haarspalterei führt in der Bergsteiger-Szene seit Jahren massiv zu Diskussionen, bei denen auch Messner immer wieder in Erscheinung tritt und alle diskreditiert, die nicht so bergsteigen, wie er es früher gemacht hat. Dabei darf er sich nicht wundern: Wenn man Bücher schreibt und Filme über das Bergsteigen macht, entwickeln auch andere diese Sehnsüchte. Gleichzeitig sind das Leistungsprinzip und der radikale Individualismus in unserer Gesellschaft heute viel stärker ausgeprägt als früher. Das heißt, immer mehr Menschen wollen sich durch Leistungen, ihre Persönlichkeit, Willensstärke und körperliche Präsenz hervorheben."
DATUM: Bergsteigen war früher noch ein größeres Abenteuer, nicht jeder konnte das. Geht es den Bergsteiger-Legenden nur um Eitelkeit, um Exklusivität?
Luger: „Ich glaube, dass das bei ein paar der Großen eine Rolle spielt, weil ihre Leistung Jahrzehnte später scheinbar geringer wird. Doch die grandiosen Leistungen der Vergangenheit werden ja nicht weniger wert, nur weil jetzt immer mehr Leute auf die Berge rennen."
Warum die „Barriere der Mühe" zum Bergsteigen dazugehört und was im österreichischen Winter-Tourismus falsch läuft, lesen Sie im kompletten Interview.

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