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Sendung vom 28. Februar 2013 | 22:15 |

Talk im Hangar-7

Thema: Ware Frau - Wer stoppt den Menschenhandel?

Talk | Österreich 2013

Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der weiblichen Zwangsprostituierten in Europa auf rund 500.000. Viele der Opfer kommen aus Osteuropa, werden wie Ware gehandelt und ausgebeutet - ihre Peiniger profitieren von liberalen Prostitutionsgesetzen und kommen meist ungeschoren davon. Ist dem Menschenhandel nur mit schärferen Gesetzen und einem höheren Opferschutz beizukommen? Und sollte Prostitution gar verboten werden?
Gäste:
Helga Konrad - Österreichs Ex-Frauenministerin
Jörg Eigendorf - Investigativ-Journalist „Die Welt"
Joana Reiterer - Menschenrechts-Aktivistin
Gerald Tatzgern - Schlepper-Bekämpfer im BKA
Hermann Müller - Bordell-Besitzer
Inge Bell - Journalistin & Aktivistin gegen Frauenhandel
Moderation: Katrin Prähauser
Poetry-Slammerin Dominique Macri im Internet: dominique-macri.de
Hermann Müller im DATUM-Interview
DATUM: Herr Müller, können Sie ausschließen, dass unter den 400 Prostituierten, die für Sie arbeiten, gehandelte Frauen sind?
Hermann Müller: „Ganz ausschließen kann man das leider nie. Aber wir unternehmen viel, um solche Fälle zu erkennen. Das ist schwer zu erklären: Jemanden, der Prostitution gegenüber prinzipiell negativ eingestellt ist, kann man schwer überzeugen."
DATUM: Die NGO Foundation of Women‘s Forum (FWF) schätzt, dass jedes Jahr allein in Europa etwa 500.000 Frauen sexuell ausgebeutet werden.
Müller: „Natürlich gibt es die organisierte Kriminalität und den organisierten Menschenhandel. Dagegen muss man auch entschieden vorgehen."
DATUM: Welche Verantwortung tragen Sie? Sie sind Zuhälter von hunderten Frauen und wissen nicht, wer freiwillig arbeitet und wer nicht.
Müller: „Der Begriff Zuhälter trifft auf mich überhaupt nicht zu. Wir haben eine Immobilie gekauft, sehr viel Geld investiert, damit diese Frauen, die einen sehr harten Job machen, wenigstens ein schönes und vor allem sicheres Umfeld haben. Wir tun viel, um die Frauen zu schützen. Wir haben Ansprechpersonen im Haus."
DATUM: Gibt es auch jemanden, der die Frauen über ihre Rechte informiert?
Müller: „Ja, wenn wir den Frauen erklären, dass und wieviel Steuern sie zahlen müssen, klären wir sie auch über ihre Rechte auf. Aber das Wichtigste für die Frauen ist: Wenn jemand unter massivem Druck steht, kann er sich bei uns outen, und wir versuchen zu helfen."
DATUM: Sie meinen, wenn die Frau von ihrem Zuhälter schlecht behandelt wird oder zur Prostitution gezwungen wird?
Müller: „Ja, dann steht sie bei uns im Haus unter Schutz. Bei uns hat jeder Zuhälter Hausverbot. Unsere Securitys sind darauf geschult, diese Leute zu erkennen. Da gibt es natürlich auch einige Probleme: Oft kommt es zu handfesten Keilereien, und da ist es nicht mit einer Schelle getan. Bei solchen Leuten muss man härter durchgreifen, sonst hat man verloren. Das sehen Staatsanwalt und Richter wieder anders: Für sie ist die Notwehr überschritten, und unsere Leute werden verurteilt. Obwohl wir gegen die wirklich üblen Typen vorgehen."
Mehr über harte Sitten im Milieu, den Berliner Straßenstrich und Billigprostitution lesen Sie im kompletten Interview.

Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der weiblichen Zwangsprostituierten in Europa auf rund 500.000. Viele der Opfer kommen aus Osteuropa, werden wie Ware gehandelt und ausgebeutet - ihre Peiniger profitieren von liberalen Prostitutionsgesetzen und kommen meist ungeschoren davon. Ist dem Menschenhandel nur mit schärferen Gesetzen und einem höheren Opferschutz beizukommen? Und sollte Prostitution gar verboten werden?
Gäste:
Helga Konrad - Österreichs Ex-Frauenministerin
Jörg Eigendorf - Investigativ-Journalist „Die Welt"
Joana Reiterer - Menschenrechts-Aktivistin
Gerald Tatzgern - Schlepper-Bekämpfer im BKA
Hermann Müller - Bordell-Besitzer
Inge Bell - Journalistin & Aktivistin gegen Frauenhandel
Moderation: Katrin Prähauser
Poetry-Slammerin Dominique Macri im Internet: dominique-macri.de
Hermann Müller im DATUM-Interview
DATUM: Herr Müller, können Sie ausschließen, dass unter den 400 Prostituierten, die für Sie arbeiten, gehandelte Frauen sind?
Hermann Müller: „Ganz ausschließen kann man das leider nie. Aber wir unternehmen viel, um solche Fälle zu erkennen. Das ist schwer zu erklären: Jemanden, der Prostitution gegenüber prinzipiell negativ eingestellt ist, kann man schwer überzeugen."
DATUM: Die NGO Foundation of Women‘s Forum (FWF) schätzt, dass jedes Jahr allein in Europa etwa 500.000 Frauen sexuell ausgebeutet werden.
Müller: „Natürlich gibt es die organisierte Kriminalität und den organisierten Menschenhandel. Dagegen muss man auch entschieden vorgehen."
DATUM: Welche Verantwortung tragen Sie? Sie sind Zuhälter von hunderten Frauen und wissen nicht, wer freiwillig arbeitet und wer nicht.
Müller: „Der Begriff Zuhälter trifft auf mich überhaupt nicht zu. Wir haben eine Immobilie gekauft, sehr viel Geld investiert, damit diese Frauen, die einen sehr harten Job machen, wenigstens ein schönes und vor allem sicheres Umfeld haben. Wir tun viel, um die Frauen zu schützen. Wir haben Ansprechpersonen im Haus."
DATUM: Gibt es auch jemanden, der die Frauen über ihre Rechte informiert?
Müller: „Ja, wenn wir den Frauen erklären, dass und wieviel Steuern sie zahlen müssen, klären wir sie auch über ihre Rechte auf. Aber das Wichtigste für die Frauen ist: Wenn jemand unter massivem Druck steht, kann er sich bei uns outen, und wir versuchen zu helfen."
DATUM: Sie meinen, wenn die Frau von ihrem Zuhälter schlecht behandelt wird oder zur Prostitution gezwungen wird?
Müller: „Ja, dann steht sie bei uns im Haus unter Schutz. Bei uns hat jeder Zuhälter Hausverbot. Unsere Securitys sind darauf geschult, diese Leute zu erkennen. Da gibt es natürlich auch einige Probleme: Oft kommt es zu handfesten Keilereien, und da ist es nicht mit einer Schelle getan. Bei solchen Leuten muss man härter durchgreifen, sonst hat man verloren. Das sehen Staatsanwalt und Richter wieder anders: Für sie ist die Notwehr überschritten, und unsere Leute werden verurteilt. Obwohl wir gegen die wirklich üblen Typen vorgehen."
Mehr über harte Sitten im Milieu, den Berliner Straßenstrich und Billigprostitution lesen Sie im kompletten Interview.

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