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Sendung vom 26. September 2014 | 10:10 |

Talk im Hangar-7

Tatort Krankenhaus - Wie schlecht werden wir behandelt?

Talk | Österreich 2014

Eigentlich sollte die Medizin den Menschen dienen - doch immer häufiger dominieren wirtschaftliche Interessen die Behandlung der Patienten. Gerade beim Personal sehen Klinikbetreiber oft Einsparpotenzial. Weniger Personal führt zu mehr Zeitdruck. Das Ergebnis: Mangelnde Betreuung, mehr Fehler.

Mit jährlich 261 Klinikaufenthalten pro 1.000 Einwohner nimmt Österreich die weltweite Spitzenposition ein, dicht gefolgt von Deutschland mit 240 Aufenthalten. In den beiden Ländern mit den angeblich besten Gesundheitssystemen der Welt wird besonders schnell zum Skalpell gegriffen. Und die Zahl der operativen Eingriffe nimmt rasant zu. Mit Operationen lässt sich viel Geld verdienen. Die Profitgier der Klinikbetreiber ist gewaltig.

Mit der zunehmenden Zahl an medizinischen Eingriffen steigen nicht nur die Gewinne der Krankenhäuser und die Honorare der Ärzte, sondern auch die Komplikationen und Beschwerden. Noch nie gab es so viele Patienten, die ihren Ärzten Behandlungsfehler vorwerfen, wie heute. Laut einer Studie des Aktionsbündnisses für Patientensicherheit sterben in Deutschland jedes Jahr 17.000 Menschen an den Folgen von Behandlungsfehlern, in Österreich etwa 2.400. Weitere 160.000 haben mit Komplikationen aufgrund falscher Behandlung zu kämpfen.

Zudem setzen die Krankenhäuser verstärkt auf finanzielle Anreize. Das schlägt sich vor allem in Verträgen von Chef- und Oberärzten nieder. Bonusregelungen sind auf dem Vormarsch: Bis zu 50 Prozent des Jahresgehalts verdienen die "Halbgötter in weiß" mit Sonderzahlungen - sofern sie die vorgegebenen Ziele erreichen. Die Folge: Unnötige Operationen, teure Behandlungsmethoden - frei nach dem Motto "Gesund ist nur, wer noch nicht ordentlich untersucht worden ist".

Sind unsere Ärzte nicht mehr Heiler, sondern Sklaven der ökonomischen Interessen? Wie viel Marktwirtschaft verträgt unser Gesundheitssystem? Steht nicht mehr das Wohl des Einzelnen, sondern nur noch der Umsatz im Vordergrund?

Gäste:
Andrea Kdolsky - Österreichs ehemalige Gesundheitsministerin und langjährige Klinikmanagerin
Britta Konradt - ehemalige Ärztin und Anwältin für Medizinrecht
Norbert Pateisky - Experte für Patientensicherheit
Ernest Pichlbauer - Gesundheitsökonom und Publizist
Karl Forstner - Vize-Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Eigentlich sollte die Medizin den Menschen dienen - doch immer häufiger dominieren wirtschaftliche Interessen die Behandlung der Patienten. Gerade beim Personal sehen Klinikbetreiber oft Einsparpotenzial. Weniger Personal führt zu mehr Zeitdruck. Das Ergebnis: Mangelnde Betreuung, mehr Fehler.

Mit jährlich 261 Klinikaufenthalten pro 1.000 Einwohner nimmt Österreich die weltweite Spitzenposition ein, dicht gefolgt von Deutschland mit 240 Aufenthalten. In den beiden Ländern mit den angeblich besten Gesundheitssystemen der Welt wird besonders schnell zum Skalpell gegriffen. Und die Zahl der operativen Eingriffe nimmt rasant zu. Mit Operationen lässt sich viel Geld verdienen. Die Profitgier der Klinikbetreiber ist gewaltig.

Mit der zunehmenden Zahl an medizinischen Eingriffen steigen nicht nur die Gewinne der Krankenhäuser und die Honorare der Ärzte, sondern auch die Komplikationen und Beschwerden. Noch nie gab es so viele Patienten, die ihren Ärzten Behandlungsfehler vorwerfen, wie heute. Laut einer Studie des Aktionsbündnisses für Patientensicherheit sterben in Deutschland jedes Jahr 17.000 Menschen an den Folgen von Behandlungsfehlern, in Österreich etwa 2.400. Weitere 160.000 haben mit Komplikationen aufgrund falscher Behandlung zu kämpfen.

Zudem setzen die Krankenhäuser verstärkt auf finanzielle Anreize. Das schlägt sich vor allem in Verträgen von Chef- und Oberärzten nieder. Bonusregelungen sind auf dem Vormarsch: Bis zu 50 Prozent des Jahresgehalts verdienen die "Halbgötter in weiß" mit Sonderzahlungen - sofern sie die vorgegebenen Ziele erreichen. Die Folge: Unnötige Operationen, teure Behandlungsmethoden - frei nach dem Motto "Gesund ist nur, wer noch nicht ordentlich untersucht worden ist".

Sind unsere Ärzte nicht mehr Heiler, sondern Sklaven der ökonomischen Interessen? Wie viel Marktwirtschaft verträgt unser Gesundheitssystem? Steht nicht mehr das Wohl des Einzelnen, sondern nur noch der Umsatz im Vordergrund?

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Andrea Kdolsky - Österreichs ehemalige Gesundheitsministerin und langjährige Klinikmanagerin
Britta Konradt - ehemalige Ärztin und Anwältin für Medizinrecht
Norbert Pateisky - Experte für Patientensicherheit
Ernest Pichlbauer - Gesundheitsökonom und Publizist
Karl Forstner - Vize-Präsident der Österreichischen Ärztekammer

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