AstraZeneca: EMA empfiehlt weitere Anwendung und mehr Analysen

18. März

Johan Nilsson / TT News Agency / picturedesk.com

Die Vorteile des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca würden überwiegen, betont die Europäische Arzneimittelagentur.

Die Vakzine von AstraZeneca sei "sicher" und "effektiv" in der Prävention von Covid-19, sagt EMA-Direktorin Emer Cooke. Dennoch seien weitere Untersuchungen bezüglich einer Reihe von Vorfällen mit Blutgerinnseln nach einer Impfung mit dem Mittel nötig. Es werde zudem eine entsprechende Warnung bei den möglichen Nebenwirkungen aufgenommen. Die Datenlage sei noch nicht ausreichend, um sicher zu sagen, ob ein Zusammenhang mit AstraZeneca ausgeschlossen werden kann.

AstraZeneca-Impfstoff in Mehrheit der EU-Länder

Die Mehrheit der EU-Länder hat Impfungen mit AstraZeneca vorübergehend ausgesetzt, nachdem vereinzelt Fälle von Thrombosen und Lungenembolien gemeldet worden waren.

In Deutschland gibt es inzwischen 13 gemeldete Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, teilte das Gesundheitsministerium in Berlin mit.

WHO will sich am Freitag zu äußern

Auch in Österreich wird seit rund zwei Wochen der Todesfall einer 49-jährigen Krankenschwester untersucht, die zeitnah zur Impfung in Niederösterreich verstarb, ein kausaler Zusammenhang wurde bisher nicht festgestellt. Das Nationale Impfgremium riet von einem Impfstopp ab. Auch die Weltgesundheitsorganisation meldete sich mit Empfehlungen für die Weiterverwendung zu Wort. Am Freitag will sich die WHO erneut zu AstraZeneca äußern. (APA/Red.)

Empfohlene Videos