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Brände am Mittelmeer: Großer Teil der griechischen Insel Euböa in Flammen

9. Aug.
Fire, Nature, Forest Fire

ANGELOS TZORTZINIS / AFP / picturedesk.com

In Südeuropa wüten weiterhin Brände. Am stärksten betroffen sind vor allem Italien, die Türkei und Griechenland. Auf der Insel Euböa spielen sich dramatische Szenen ab.

In Griechenland haben die Brände rund um Athen nachgelassen. Nun steht aber ein großer Teil der Insel Euböa in Flammen. Auch die Halbinsel Peloponnes ist stark betroffen. In Süditalien bedrohen Feuer zunehmend Landwirtschaft und Naturschutzgebiete. In der Türkei sind weiterhin Großbrände außer Kontrolle. Und auch in Russland nimmt die Waldbrandsituation immer dramatischere Ausmaße an.

Feuerhölle auf Euböa

Auf Euböa gibt es zwei gewaltige Feuerfronten. Im Küstenort Pefki konnten Feuerwehr, Militär und Bürger den Bränden nichts mehr entgegensetzen, wie Fernsehbilder zeigen.

Ältere Menschen wurden von Helfern zur Küste getragen, um von dort mit Booten gerettet zu werden. Auch Katzen und Hunde wurden am Ufer zusammengetrieben. Viele Häuser fingen Feuer, mancherorts versuchten die Menschen, Bäume neben den Gebäuden zu fällen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Die Region ist in dichten Rauch gehüllt, Südostwind treibt die Flammenfront immer weiter in Richtung des nördlichsten Zipfels der Insel. Weite Teile der Gegend sind mittlerweile evakuiert.

Die Arbeit der Rettungskräfte ist schwierig. "Es gibt große Schwierigkeiten für die Löschflugzeuge, weil die Temperaturen extrem hoch sind und die Sicht sehr schlecht", sagt der griechische Zivilschutzchef Nikos Chardalias.

Feuerwehrleute aus Österreich am Weg nach Griechenland

Bei den Betroffenen machte sich Unmut über unzureichende Hilfen breit, doch international kommen die Appelle an. Internationale Helfer sind bereits angereist oder gerade dabei, auch Österreich unterstützt.

35 Feuerwehrleute aus dem Bundesland Salzburg machten sich am Montag mit zehn Fahrzeugen auf den Weg nach Griechenland. Am Sonntag verlud die Mannschaft noch die letzten Dinge - darunter auch Verpflegung, Zelte und Sanitäreinrichtungen für ein eigenes Camp. Die Mannschaft soll planmäßig eine Woche in Griechenland bleiben und dann von einer zweiten Schicht abgelöst werden.

Die Löschflugzeuge sind in Griechenland seit mittlerweile mehr als sechs Tagen im Einsatz - solange es Tageslicht gibt. Nachts versuchen Techniker, die Maschinen wieder gegen die Brände einsatzbereit zu machen. Aussicht auf Entspannung gibt es in allen betroffenen Staaten vorerst nicht. (APA/Red.)

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