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Anschober: Übergang von regionalen zu bundesweiten Maßnahmen möglich

17. Juli
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HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

Falls die Corona-Zahlen in Österreich flächendeckend steigen, würden wieder bundesweite Maßnahmen eingeführt, sagt Gesundheitsminister Anschober.

Derzeit könne man die regionalen Corona-Ausbrüche mit regionalen Maßnahmen eingrenzen. Sobald es aber einen bundesweiten Ansatz gebe, dass die Zahlen flächendeckend steigen, "werden wir von regionalen zu bundesweiten Maßnahmen übergehen", erklärt Gesundheitsminister Rudolf Anschober bei einer Pressekonferenz.

"Da könnte auch der Mund-Nasen-Schutz bundesweit ein Thema sein und kurzfristig umgesetzt werden. Manche könnten überrascht sein, wie schnell das gehen könnte wenn es bundesweit erforderlich ist", so Anschober.

Zweiteilung von Österreich bei Corona-Neuinfektionen

Anschober spricht aktuell von einer Corona-Zweiteilung in Österreich. In Wien, Niederösterreich und Oberösterreich gebe es mit den regionalen Clustern weiterhin einen deutlichen Anstieg an Infektionen.

In Oberösterreich waren es am Freitag binnen 24 Stunden 60 Neuinfektionen, in Wien 57 und in Niederösterreich 38. Abgesehen von Tirol liegen die restlichen Bundesländer bei keinem oder einem neuen Fall, sagt Anschober. Mit Stand Freitag gibt es in Österreich 1.393 aktiv Erkrankte.

Anschober verweist auf zweite Welle in Israel und Singapur

Als Beispiel für Länder, in denen eine zweite Corona-Welle Realität sei, nennt der Gesundheitsminister Israel und Singapur. Diese Länder hatten bereits kaum Neuinfektionen registriert, nun steigen die Zahlen wieder dramatisch an.

Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen hat die israelische Regierung in der Nacht auf Freitag eine Reihe von Schutzmaßnahmen wieder eingeführt. Unter anderem wurden Versammlungen von mehr als zehn Personen in geschlossenen Räumen und mehr als 20 Personen im Freien verboten.

Aktionsplan für den Herbst

"Das Risikobewusstsein steigt wieder", meint Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Das sei unter anderem auf die regionalen Cluster zurückzuführen. Anschober kündigt in Vorbereitung für den Herbst einen 17-Punkte-Aktionsplan an.

Ein Teil soll bereits im Sommerministerrat Ende Juli verankert werden. Der Plan sieht unter anderem das bereits angekündigte Ampel-System vor. Außerdem will Anschober die Hotline 1450 evaluieren. Diese habe "in Grundzügen hervorragend funktioniert". Nunmehr solle geprüft werden, "wie viel zusätzliches Personal braucht es". "Wir wollen den Zugang über 1450 zu den Testungen deutlich erleichtern und niederschwelliger ansetzten", sagt der Gesundheitsminister.

Corona-Testungen sollen beschleunigt werden

Anschober plant außerdem die bereits mehrfach angekündigte Beschleunigung der Testungen. Der Bescheid mit dem Ergebnis soll binnen 48 Stunden nach der Information an die Hotline vorliegen. Geregelt werden soll dies per Erlass, so der Gesundheitsminister.

Bei den Testungen liege man derzeit "in einer Größenordnung, wie wir sie noch nicht hatten". So wurden in den vergangenen Tagen immer "knapp über knapp unter 10.000 Tests durchgeführt". Ende März hatte Anschober 15.000 bis 17.000 Tests täglich als Ziel vorgegeben. Davon ist Österreich weiterhin deutlich entfernt. (APA/Red.)

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