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Höhepunkt von dritter Welle laut Expertengremium erreicht

15. Apr.
Clinic, Person, Human

HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

Die Zahl der Corona-Fälle werde bis April langsam aber stetig zurückgehen. Auf die Intensivstationen wirke sich dieser Rückgang vorerst aber kaum aus, so die Prognose der Experten.

Die dritte Welle der Corona-Pandemie hat ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Zu diesem Fazit kommen die Experten des Covid-Prognose-Konsortiums in ihrer aktuellen Analyse. Auch wenn die Neuinfektionen - mit Ausnahme Vorarlbergs - weiterhin rückläufig sind, bedeutet dies keine rasche Entlastung der Spitäler. Denn hier wirkt dies nur zeitverzögert. So wird es bei den Intensivbetten nur einen geringen Rückgang von 29 auf 26 Prozent der Gesamtkapazitäten geben.

Lage auf Intensivstationen entspannt sich nur langsam

Die Prognose reicht bis 28. April. Laut den Experten wird Wien ebenso wie das Burgenland und Niederösterreich bis knapp vor Ende dieser zwei Wochen über der systemkritischen Auslastungsgrenze von 33 Prozent bleiben. Sind mehr als ein Drittel der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt, treten diese in Konkurrenz mit anderen intensivpflichtigen Patienten. Diese Schwelle bedeutet ein sehr hohes Systemrisiko.

Wie die Experten in ihrer aktuellen Prognose schreiben, ist auch für Oberösterreich und Vorarlberg eine Überschreitung der 33-Prozent-Schwelle möglich. In Oberösterreich waren zuletzt 30 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt, in Vorarlberg 17 Prozent.

Österreichweit rechnen die Experten damit, dass die Auslastung der Intensivbetten bis 28. April auf 521 zurückgeht. Am Mittwoch befanden sich 586 schwerkranke Covid-Patienten in intensivmedizinischer Versorgung. Laut den Experten bleiben Intensivpatienten im Schnitt 12,2 Tage auf der Station. Auf Normalstationen werden laut Prognose in zwei Wochen rund 1.530 Patienten behandelt werden müssen. Am Mittwoch waren noch mehr als 1.770 Menschen wegen ihrer SARS-CoV-2-Infektion auf Normalstationen.

Sieben-Tage-Inzidenz wird in einer Woche auf 180 sinken

Die Fallprognose der Neuinfektionen geht von weiterhin rückläufigen Fallzahlen mit Ausnahme Vorarlbergs aus. Laut den Wissenschaftern werden es täglich 2.300 neue Fälle bis nächste Woche sein. Für den letzten Prognosetag - Mittwoch, dem 21. April - geht man demnach von 2.200 Neuinfektionen aus.

Die Sieben-Tages-Inzidenz wird dann 180 pro 100.000 Einwohner betragen. Die Experten wiesen darauf hin, dass die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich ist. Die Spannbreite der Sieben-Tages-Inzidenz am letzten Prognosetag reicht von 139 in der Steiermark bis 232 in Wien. In Vorarlberg wiederum wird die Sieben-Tages-Inzidenz von nunmehr 167 auf mehr als 200 ansteigen.

Bereits 20 bis 35 Prozent der Bevölkerung immun

Die effektive Reproduktionszahl näherte sich laut dem Konsortium in den vergangenen Tagen einem Wert von 0,94 an. Das bedeutet, dass ein Infizierter weniger als eine weitere Person ansteckt. Die Zahl der genesenen und geimpften Menschen in Österreich steigt. Laut den Experten könnten bereits 20 bis 35 Prozent der Bevölkerung dadurch immunisiert sein. Das "beginnt einen messbaren Effekt auf die Infektionsdynamik zu nehmen", so die Analyse der Wissenschafter. (APA/Red.)

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