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Gastronomie drängt mit Sicherheitskonzept auf Öffnung Mitte März

23. Feb.
Door, Walkway, Path

Peter Kneffel / dpa / picturedesk.com

Um wieder öffnen zu dürfen, legt die Gastronomie ein umfangreiches Konzept vor.

Die Gastronomie hofft auf erste Öffnungsschritte schon ab 15. März. Dazu sei man bereit, ein umfangreiches Sicherheitskonzept umzusetzen und nicht nur die Mitarbeiter regelmäßig zu testen, sondern auch alle Gäste auf aktuelle negative Coronatests zu kontrollieren, sagt Fachgruppenobmann Mario Pulker. "Lassen Sie uns öffnen, wir können das, wir können damit umgehen" appelliert´ Pulker an die Regierung.

Tests sollen Schlüssel zur Öffnung der Gastronomie sein

Die Branche habe der Regierung zugesagt, dass nur getestete Gäste in die Lokale gelassen werden. "Damit können die getesteten Gäste in unserem lokal unbekümmert ihr Getränk genießen, unbekümmert konsumieren", so Pulker. In einer Umfrage hätten 81 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gesagt, sie würden sich für einen Besuch im Wirtshaus testen lassen.

So wäre die Öffnung der Gastronomie ein großer Schub für flächendeckende Tests, erwartet Pulker. Das würde helfen, besonders ansteckende Personen rascher zu identifizieren. Jetzt würden 50 Prozent aller Ansteckungen im privaten Bereich stattfinden, es wäre viel sicherer wenn sich stattdessen die Menschen frisch getestet in Lokalen treffen würden.

Pulker wurde begleitet von den Spitzenköchen Michael Kolm (Bärenhof) und Thomas Dorfer (Landhaus Bacher), die eine Kampagne "es brodelt" der jungen Gastronomen (JRE/Jeune Restaurateurs) vorstellten, die für die rasche Wiedereröffnung der Lokale wirbt. "Wir fühlen uns wie Rennpferde, die eingesperrt sind", so Kolm. "Wir warten darauf, wieder Genuss liefern zu können", sagt Dorfer. Die Spitzenköche gehen davon aus, dass Gäste durchaus bereit sind, für ein Mittagessen im Lokal einen kostenlosen Test machen zu lassen.

Schanigärten alleine wären nicht wirtschaftlich

Etwa 14 Tage Vorlaufzeit würde die Branche brauchen, um wieder hochzufahren, so Pulker. Nur die Schanigärten zu öffnen würde betriebswirtschaftlich allerdings keinen Sinn machen. Auch müssten die Betriebe abends aufsperren dürfen, zumindest bis 22 Uhr, besser bis 23 Uhr. Die genaue Öffnungszeit sei aber noch Teil der Verhandlungen. Überhaupt gebe es diese Woche laufende Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium.

20 Quadratmeter pro Gast wären wirtschaftlich für Lokale nicht möglich, aber auch nicht nötig, da ja alle Gäste und Mitarbeiter getestet wären. Wie vor dem Lockdown würden die Gastronomiebetriebe aber zwei Meter Abstand zwischen den Tischen einhalten und FFP2-Masken überall außer direkt beim Sitzen am Tisch vorgeben. Ohne Nachtgastronomie und Saisonbetriebe könnten 60 bis 70 Prozent der Gastronomiebetriebe die Chance nutzen, wieder aufzusperren, schätzt Pulker.

Eintrittstests wie bei Friseuren gefordert

Selbsttests, so genannte "Nasenbohrertests", will die Gastronomie nicht akzeptieren, diese seien zu unzuverlässig. Und das Schlimmste wäre, wenn in einem Betrieb ein Fall auftritt und dieser sperren muss, sagt Pulker. Daher werde man auch auf maximal 48 Stunden alten Tests bestehen. Auch die Gästeregistrierung, die es im Sommer schon gab, soll es wieder geben.

Nur wenn die Fallzahlen in den nächsten Tagen "explosionsartig" wachsen, wäre eine Öffnung unmöglich, meint Pulker. Er sieht sogar die Chance, dass durch die Verlagerung von Treffen aus dem unkontrollierten privaten Umfeld in die streng kontrollierte Gastronomie die Fälle zurückgehen könnten.

"Der Österreicher braucht sein Wirtshaus. Er muss sich mit den Leuten zusammensetzen können, es muss für die Psyche wieder etwas Gutes getan werden können und das geht eben nur mit einer geöffneten Gastronomie", meint der Gastronomieobmann. (APA/Red.)

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