45.000 Mitarbeiter ohne Impfung in Italiens Gesundheitswesen vor Suspendierung

22. Juni

Gianni Schicchi Xinhua / Eyevine / picturedesk.com

45.000 Ärzte, Krankenpfleger und andere Mitarbeiter stehen in Italien vor der Suspendierung, weil sie sich nicht gegen Corona impfen lassen.

Das sind 2,3 Prozent aller Sanitäter, bei den Ärzten sinkt der Prozentsatz auf 0,2 Prozent, berichtet die italienische Ärztekammer. Klagen der Impfverweigerer werden erwartet.

Nicht-Geimpfte müssen gemeldet werden

Das italienische Parlament hatte im Mai ein Gesetz zur Einführung einer Impfpflicht für das Gesundheitspersonal verabschiedet. Die Impfpflicht gilt auch für Apotheker, Psychologen und für Ärzte mit einer eigenen Praxis. Regionen und autonome Provinzen müssen den lokalen Gesundheitsbehörden nun nicht-geimpftes Personal melden.

Innerhalb von fünf Tagen muss dann genau dargelegt werden, warum eine Ausnahme von der Impfpflicht beantragt wird. Die gibt es nur unter ganz speziellen Bedingungen, etwa wenn die Impfung nachweislich eine gesundheitliche Gefahr für die betreffende Person darstellen könnte.

Personal, das sich nicht impfen lassen will, muss Aufgaben ohne direkten Kontakt mit Patienten oder Kunden übernehmen. Gibt es diese Ausweichmöglichkeit nicht, können die Verweigerer solange vom Dienst suspendiert werden, bis die nationale Impfkampagne abgeschlossen ist. Das bedeutet Zwangsurlaub ohne Gehalt bis Jahresende. (APA/Red.)

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