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Norbert Hofer tritt als FPÖ-Parteichef zurück

1. Juni
Person, Human, Suit

Martin Juen / SEPA.Media / picturedesk.com

Unmittelbar nach einem dreiwöchigen Reha-Aufenthalt gibt Hofer seinen Rücktritt als Bundesparteiobmann bekannt.

FPÖ-Chef Norbert Hofer tritt nach der Auseinandersetzung mit Klubchef Herbert Kickl zurück. Er habe die Partei nach Ibiza stabilisiert, sagte Hofer am Dienstag. "Meine eigene Reise an der Spitze der FPÖ ist aber mit dem heutigen Tag zu Ende." Wie Hofer gegenüber "Österreich" sagte, will er Dritter Nationalratspräsident bleiben. Weite Teile der Partei traf die Nachricht dem Vernehmen nach unvorbereitet. Kickl wurde während einer Wanderung auf der Rax davon überrascht.

Hofer bestätigt Zusammenhang mit Auseinandersetzung

Hofer hatte sich in den vergangenen drei Wochen auf Reha befunden und sich währenddessen eine Auseinandersetzung mit Klubchef Herbert Kickl über die Frage, wer der nächste Spitzenkandidat der FPÖ sein sollte, geliefert. Einen Zusammenhang zwischen diesem Konflikt und seinem Rücktritt bestätigte er. "Ja natürlich. Ich lasse mir nicht jeden Tag ausrichten, dass ich fehl am Platz bin", sagte Hofer gegenüber der Tageszeitung "Österreich".

Weite Teile der Partei traf der Rücktritt sichtlich unvorbereitet. Eine Bergwanderung der niederösterreichischen FPÖ mit Klubchef Kickl endete inmitten zahlreicher Funklöcher mit pausenlos klingelnden Handys und sprachlosen Funktionären. Kickl und die anderen Funktionäre saßen gerade in der Waxriegelhütte auf 1.361 Meter Höhe als sie die Nachricht erreichte.

Stellungnahme von Kickl angekündigt

Kickl und FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz sind daraufhin zusammen nach Wien gefahren, um die Lage zu sondieren und Gespräche mit den Landesparteien zu führen, berichtete Helmut Fiedler, Vize-Stadtparteichef der FPÖ-Neukirchen und Organisator der Bergwanderung. Mehrere Landesparteien hatten sich nach dem Rücktritt rasch für einen - zumindest informellen - Parteichef Herbert Kickl ausgesprochen. Es werde heute oder morgen eine Stellungnahme von Kickl geben, sagte Fiedler vor Journalisten, die zuvor die Wanderung mitgemacht hatten.

Ein FPÖ-Parteitag wird laut Hofer in den nächsten Wochen nötig sein. Er habe die Partei nach Ibiza wieder stabilisiert und "soweit aufgestellt, damit sie auch in den nächsten Jahren Erfolg haben kann", meinte Hofer. Er wünsche seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin viel Erfolg. Ob er bei der nächsten Bundespräsidentenwahl wieder antreten möchte, lässt der scheidende FPÖ-Obmann offen.

Tweet zu Rücktritt gelöscht

Vor der offiziellen Bestätigung hatte Hofer mit einer Nachricht auf Twitter für Verwirrung gesorgt. "Heute ist mein erster Tag nach der Reha - und mein erster Tag nach der Tagespolitik - Ich lege meine Funktion als Bundesobmann zurück und wünsche meinem Nachfolger alles Gute....", hatte er dort geschrieben, den Tweet nach drei Minuten aber wieder gelöscht. (APA/Red.)

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