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„G‘impft gewinnt“: Oberösterreich startet Impflotterie mit mindestens 1.200 Preisen

10. Nov.
Advertisement, Poster, Tie

APA/FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR

Nach dem Burgenland hat sich auch Oberösterreich für eine Impflotterie entschieden, um mehr Menschen zur Corona-Impfung zu bewegen.

Am 15. November startet die Impflotterie in Oberösterreich. Bisher hat die Wirtschaft 1.200 Preise gestiftet. Die ersten werden am 15. Dezember verlost, die Hauptziehung ist am 18. Jänner.

E-Auto, Reisegutscheine, Sparbücher

An der Impflotterie teilnehmen können alle, die voll immunisiert sind und ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben. Die Teilnahme ist nur online möglich. Als erster Preis winkt ein E-Auto, aber auch Flüge über Linz, Reisegutscheine oder Thermen-Urlaube, Skipässe oder Sparbücher mit 1.000 Euro Startkapital sind zu gewinnen.

Welche Steigerung der Corona-Impfquote damit erreicht werden soll, will Landeshauptmann Thomas Stelzer bewusst nicht nennen. Zufrieden sei er, "wenn man sagen kann, die Corona-Krise ist bewältigt". Aktuell ist Oberösterreich mit kapp 60 Prozent nach wie vor Schlusslicht.

Impflotterie als Motivation für Ungeimpfte in Oberösterreich

Davon ist insbesondere Oberösterreich weit entfernt. Der Landeshauptmann bezeichnet die "Lage als ernst". Es gelte "die Dynamik der Neuinfektionen zu bremsen", nicht zuletzt um das Pflegepersonal in den Spitälern zu entlasten. Auf die Frage, ob das Land zu lange zugeschaut habe, bevor Maßnahmen zur Eindämmung der Neuinfektionen gesetzt wurden, meint er: "Sicher kann man immer alles besser machen, ich will da gar nichts schönreden".

Trotz der hohen Zahlen "will und braucht keiner einen Lockdown", betont Stelzer. Einen Lockdown für Geimpfte halte er "verfassungsrechtlich höchst problematisch", merkt er an. Und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner sagt, dass die gute wirtschaftliche Entwicklung in Oberösterreich nicht gefährdet werden dürfe. Daher sei die Impfung der einzige Weg. Schon jetzt sei die Situation in Betrieben angespannt, da die Zahl der Mitarbeiter, die in Quarantäne sind, von 15.000 auf 32.000 sprunghaft gestiegen sei.

Nachdem bis weit in den Oktober die Impfangebote kaum in Anspruch genommen wurden, setze man alles daran die Motivation zu heben, nennt Stelzer als Grund für die Impflotterie. Mit Einführung der 2G-Regel diese Woche stehen die Oberösterreicher wieder Schlange an den Impfstationen. Daher wird das Land auch am 13. und 14. November ein "großes Impfwochenende" durchführen, an dem 18.000 Stiche in allen öffentlichen Impfstraßen sowie in 40 teilnehmenden Ordinationen gesetzt werden können. (APA/Red.)

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