KLARTEXT: Wie soll die Verkehrswende gelingen?

18. Okt.

Jonas Walzberg / dpa / picturedesk.com

Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind. Aber sein Image wackelt. Für Klimaschützer ist es DAS Symbol der Luftverschmutzung.

Die Forderung: das private Auto muss weg. Künftig sollen wir uns möglichst nur noch mit Bus, Bahn und Fahrrad fortbewegen. 

In Metropolen wie Berlin und Hamburg mag das denkbar sein. Aber dort lebt gerade mal ein Drittel der Bevölkerung. Im ländlichen Raum ist das Auto unverzichtbar. Der vermeintliche Masterplan: das Elektroauto. Angesichts geringer Reichweiten und kaum vorhandener Ladesäulen erscheint auch diese Alternative außerhalb von Großstädten vorerst kaum realistisch. 

Spritpreise gehen durch die Decke

Gleichzeitig explodieren jetzt auch noch die Spritpreise. CO2-Preis und hohe Rohölpreise sind die Treiber. Der Tank-Tourismus boomt deshalb wieder. Die Deutschen fahren nach Österreich, Luxemburg oder Tschechien. Im besten Fall spart man so über 40 Cent pro Liter. 

In den Städten versucht man mit Pop-up-Radwegen, Tempolimits oder Sperrungen die Autos aus den Zentren zu vertreiben. Die Folge: mehr Staus als echte Entlastungen. Bus und Bahn sind dann doch nicht immer die oft beschworene Alternative. Denn die ÖPNV-Netze bieten außerhalb der Metropolen lange nicht die erforderliche Dichte oder Flexibilität. 

Wie also soll die Verkehrswende gelingen - vor allem im ländlichen Raum? 

Zu Gast sind

  • Michael Müller, SPD, Regierender Bürgermeister von Berlin, Bundestagsabgeordneter 
  • Prof. Dr. Andreas Knie, Mobilitätsforscher, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, „Galionsfigur der Verkehrswende“ 

KLARTEXT:  "Verkehrswende – fährt Deutschland an die Wand?", am Dienstag, 19. Oktober um 22:15 Uhr bei ServusTV Deutschland und am Mittwoch, 20. Oktober um 24:00 Uhr bei ServusTV Österreich.

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