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Kurz appelliert an Bundesländer, Maßnahmen gezielt zu verschärfen

15. Okt.
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Action Press / picturedesk.com

Wegen der österreichweit steigenden Corona-Zahlen hat sich Bundeskanzler Sebastian Kurz am Donnerstag mit einem schriftlichen Appell an die Bundesländer gewandt.

In mehreren Bundesländern hätten die Corona-Infektionszahlen ein "sehr besorgniserregendes Ausmaß" erreicht, so Bundeskanzler Sebastian Kurz. Verschärfte Maßnahmen seien dort dringend notwendig. "Derzeit sehen wir in einigen Städten und Ländern Europas eine massive Ausbreitung des Virus, die es notwendig macht, mit sehr drastischen Maßnahmen dagegen zu kämpfen", so der Bundeskanzler in dem der APA vorliegenden Text: "Es muss allen im Land klar sein: Die Lage ist ernst."

Kurz: "die Lage ernst nehmen"

Eine Neuinfektionsrate wie etwa im Nachbarland Tschechien führe zu fatalen Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Unternehmen, bringe das Gesundheitssystem an die Kapazitätsgrenzen und verursache de facto einen zweiten Lockdown.

"Nun geht es darum, dass die besonders betroffenen Bundesländer gezielt in den Regionen Verschärfungen vornehmen, da ab einem gewissen Zeitpunkt weder schnelle Tests, noch gezieltes Kontakt-Tracing für die Behörden in den betroffenen Bundesländern noch möglich sein werden", betont Kurz.

Auch an die Bevölkerung wendet er sich: "Ich appelliere an alle Menschen, im Land die Lage ernst zunehmen und die Maßnahmen mitzutragen." Die kommenden Wochen würden entscheiden, ob man die Ausbreitung des Virus verlangsamen und eindämmen könne, oder ob die Corona-Pandemie noch viel größere Schäden für das Gesundheitssystem, die Arbeitsplätze und die Unternehmen im Land verursachen werde.

Tennengau: Maßnahmen haben weitreichende Folgen

In den vergangenen Tagen war der Salzburger Tennengau bei positiven Corona-Tests Österreichs Spitzenreiter. Dementsprechend wurden die Corona-Maßnahmen verschärft. Das hat fatale Folgen für den ganzen Bezirk. So müssen etwa in Kuchl die Lokale um 17 Uhr schließen. Für viele Menschen haben solche Maßnahmen schwere Folgen. (APA/Red.)

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