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Laudamotion schließt Basis in Wien per 29. Mai – 300 Jobs verloren

22. Mai
laudamotion lauda wien

Download von www.picturedesk.com am 22.05.2020 (11:31).
Ein Flugzeug (Airbus 320) der Billigfluglinie LaudaMotion (Ryanair) am Internationalen Flughafen Wien – Schwechat (VIE) am 23. März 2020. Nach dem Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) hat die Lauda alle Flufverbindungen eingestellt, führt aber kurze Leerflüge durch. /// A aircraft (Airbus 320) of the low-cost airline LaudaMotion (Ryanair) at Vienna International Airport (Schwechat) (VIE) on March 23, 2020. After the outbreak of the coronavirus (COVID-19), the Lauda stopped all fluf connections, but is short Empty flights through. – 20200325_PD3958

Laudamotion schließt mit 29. Mai die Basis in Wien, 300 Menschen verlieren dadurch ihren Job.

Die Ryanair-Tochter Laudamotion schließt ihre Basis in Wien per 29. Mai. 300 Jobs gehen dadurch verloren. Die Gewerkschaft vida ließ sich nicht auf ein Ultimatum der Billigairline ein, die einen neuen Kollektivvertrag mit deutlich abgesenkten Löhnen gebracht hätte. Die Wirtschaftskammer (WKÖ) hätte diesen akzeptiert.

Die Gewerkschaft vida werde sich "nicht erpressen lassen und keinen KV unterzeichnen, der mit 848 Euro Netto-Einstiegsgehalt für FlugbegleiterInnen klar unter der Mindestsicherung in Wien (917 Euro) und noch deutlicher unter der aktuellen Armutsgefährdungsschwelle 2019 von 1.259 Euro im Monat für eine Person liegt", hieß es zuletzt von vida.

Laudamotion "bedauert Verlust von Arbeitsplätzen"

"Lauda bedauert zutiefst den Verlust von mehr als 300 Arbeitsplätzen für die A320-Besatzungen und die Schließung von Laudas A320-Basis in Wien am kommenden Freitag, den 29. Mai", teilte Österreichs zweitgrößte Luftfahrtgesellschaft am Freitagvormittag mit. "In beschämender Weise hat die Gewerkschaft VIDA die Wünsche von über 95 Prozent der Piloten und 70 Prozent der Kabinenbesatzung an Laudas A320-Basis in Wien ignoriert und über 300 gut bezahlte Arbeitsplätze vernichtet."

Die Billigairline "bedauert auch die Untätigkeit der österreichischen Regierung" und bezog sich dabei darauf, dass der Lufthansa-Tochter AUA in der Coronakrise sehr wohl geholfen werden solle. Laudamotion hatte Finanzminister Gernot Blümel aufgefordert, von der Gewerkschaft vida die Unterzeichnung des Lauda-Kollektivvertrages mit deutlich niedrigeren Löhnen zu verlangen.

Flughafen Wien hofft auf weitere Verhandlungen bei Laudamotion

Der Flughafen Wien hofft nach dem durch Laudamotion angekündigten Aus der dortigen Basis der Ryanair-Tochter doch noch auf weitere Verhandlungen. 300 Mitarbeiter dürften nicht Opfer mangelnder Verhandlungsbereitschaft sein, lautet der Appell an alle Beteiligten. Die Schließung sei ein "fatales Signal für den Standort".

"Ein Zurück an den Verhandlungstisch ist ein Gebot der Stunde", so Flughafenvorstand Günther Ofner in einer Mitteilung. Die "Verweigerungshaltung der Gewerkschaft" sei "ein Schlag gegen die eigenen Mitglieder, denn wo sollten die Betroffenen, ginge ihr Arbeitsplatz verloren, jetzt in der Krise einen neuen Arbeitsplatz finden?", fragt der Manager. (APA/Red.)

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