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Lockerung oder gar Verschärfung: Regierung will am Wochenende eine Entscheidung bekanntgeben

15. Jan.
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Tobias Steinmaurer / picturedesk.com

Am 24. Jänner würde der harte Lockdown in Österreich planmäßig enden. Ob es dabei bleibt, ist jedoch ungewiss.

Durchgesickert ist bisher, die Lokale könnten geschlossen bleiben, doch der Handel soll am 25. Jänner aufsperren dürfen. Die FFP2-Maskenpflicht soll dafür ausgeweitet werden, unter anderem auf den Handel.

Virus-Mutation wird Lockdown-Entscheidung wohl beeinflussen

Gegen Ende des Lockdowns tauchen in Österreich immer mehr Verdachtsfälle der neuen britischen Coronavirus-Variante auf. Die Politik dämpfte deshalb zuletzt Erwartungen, dass es am ab 25. Jänner allzu große Öffnungsschritte gibt. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig rechnet gar mit Verschärfungen. Die Bundesregierung will am Wochenende eine Entscheidung treffen und der Öffentlichkeit mitteilen. Gegner der Corona-Maßnahmen riefen indes für Samstag zu Protesten in der Wiener Innenstadt.

In Österreich sind bisher rund 100 Verdachtsfälle der neuen britischen, ansteckenderen Coronavirus-Variante B 1.1.7. registriert worden. Bei einem Steirer wurde die britische Mutation bereits bestätigt. "Diese sind mehr oder weniger auf ganz Österreich verteilt", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Freitag. Die Mutation könnte auch bereits im Wiener Abwasser ihre Spuren hinterlassen haben, eine in der Wiener Hauptkläranlage entnommene Probe wurde in einer Vortestung positiv auf die neue Variante getestet.

Kurz: "Extrem behutsam vorgehen"

Dass nun ab 25. Jänner wie erhofft alle Geschäfte, Lokale und Hotels wieder aufsperren, dürfte es deshalb nicht spielen. Man sei nicht zuletzt wegen der Entwicklung der neuen Variante auf die Bremse gestiegen, was die Maßnahmen nach dem geplanten Ende des Lockdowns betrifft, meinte Anschober. Die Situation werde überall in Europa analysiert, man stehe in engem Kontakt miteinander.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte bereits am Donnerstag betont, dass die Situation eine "höchst volatile" sei und man weiterhin "extrem behutsam vorgehen" müsse. Freitagabend berät die Bundesregierung in Wien mit den Landeshauptleuten über die weitere Vorgehensweise - übrigens ausnahmsweise wieder einmal persönlich und nicht nur per Video.

Ludwig vermutet, dass am Samstag Verschärfungen verkündet werden

Wiens roter Bürgermeister Ludwig rechnete im Vorfeld damit, "dass es Verschärfungen gibt", wobei er freilich hinzufügte, dass dies bloß eine Vermutung aufgrund der "Dramaturgie der letzten Tage" sei. Ludwig mahnte jedenfalls: "Die Politik sollte wissensbasiert agieren und nicht aufgrund von Verdachtsfällen." Außerdem vermisst der Wiener Bürgermeister klare Zielvorgaben des Bundes, wohin man bei der Pandemiebekämpfung eigentlich will. Bei klaren Zielen wäre die Bereitschaft der Bevölkerung höher, diese auch zu erreichen, glaubt der Stadtchef. FPÖ-Chef Norbert Hofer forderte unterdessen in einer Aussendung, dass der Lockdown nicht verlängert werden dürfe.

Am Samstagvormittag sind jedenfalls auch noch Gespräche der Regierung mit den Sozialpartnern geplant. Danach soll im Laufe des Wochenendes eine Entscheidung fallen, wie es ab 25. Jänner weitergeht. (APA/Red.)

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