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Lockdown für Ungeimpfte fällt über Weihnachten und Silvester

17. Dez.

APA/HERBERT NEUBAUER

Die umstrittene 2G-Regel gilt zu Weihnachten und Silvester nicht bei Zusammenkünften von bis zu zehn Personen.

Über die Weihnachtsfeiertage und zu Silvester fällt de facto der Lockdown auch für Ungeimpfte. Erlaubt sind Treffen bis maximal zehn Personen ohne 2G-Nachweis. Darüber bis zu einem Maximum von 25 Personen gilt dann wieder 2G, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und Familienministerin Susanne Raab erklären. Zu Silvester wird zudem die Covid-Sperrstunde in der Gastronomie aufgehoben.

Zusätzliche Ausnahmeregelung für Weihnachten und Silvester

Derzeit dürfen ja bloß Geimpfte und Genesene am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, also im nicht lebensnotwendigen Handel einkaufen, ins Gasthaus oder ins Hotel. Für Ungeimpfte ist bis 21. Dezember ein Lockdown inklusive Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Dieser soll auch im Hauptausschuss um weitere zehn Tage verlängert werden, kündigt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein an. Für die Weihnachtsfeiertage und Silvester ist aber eine Ausnahmeregelung geplant. Es wird ein weiterer Ausnahmegrund definiert, um das Haus verlassen zu dürfen, und zwar für Zusammenkünfte im Kreis von maximal zehn Personen.

Damit sind Weihnachts- und Silvesterfeiern mit maximal zehn Personen im Privatbereich für alle möglich. Will man mit mehr Familienmitgliedern oder Freunden feiern, muss man geimpft oder genesen sein - für alle Zusammenkünfte bis 25 Personen gilt die 2G-Regel.

Lokalbesuch weiterhin nur mit 2G-Nachweis

Die 2G-Regel für die Gastronomie, Hotellerie und den Handel bleibt aufrecht. Das heißt, Ungeimpfte dürfen im Gegensatz zu Geimpften und Genesenen Silvester nicht in einem Lokal feiern. Für den Jahreswechsel wird die Corona-bedingte Sperrstunde von 23 Uhr aufgehoben, es gelten die jeweils üblichen Sperrstunden der Bundesländer - damit kann also auch auswärts zu Mitternacht angestoßen werden. Allerdings: An der Bar oder auf der Tanzfläche feiern spielt es weiter nicht, Steh- und Nachtgastronomie sind weiterhin nicht möglich.

Mit Blick auf die neue Omikron-Variante, die im Vormarsch sei, müsse man Vorsicht walten lassen, meint Mückstein, doch man habe sich in den vergangenen Wochen einen gewissen Spielraum erarbeitet. Die ersten Adventwochen seien sicher nicht so gewesen, wie man sich das wünsche würde, Weihnachtsstimmung sei kaum aufgekommen, sei es doch darum gegangen, die intensivmedizinische Versorgung sicherzustellen. Mückstein bedankt sich dabei "sehr herzlich für die unglaubliche Einsatzbereitschaft des medizinischen Personals in Österreich".

Mückstein: Vorteil erarbeitet

Den erarbeiteten Vorteil wolle man auch nutzen, "um gerade zu Weihnachten einen Moment innezuhalten", betont Mückstein. "Weihnachten sollte eine Fest der Nächstenliebe sein, der Rücksicht aufeinander". Es gehe darum, wie wichtig es sei, seine Mitmenschen zu schützen. Er erinnert auch an Maßnahmen wie Maske tragen, Hände waschen und Kontaktreduktion.

Gefragt, ob man dann im Jänner gleich wieder das Land zusperren müsse, meint Mückstein: "Ich kann und werde für Jänner gar nichts ausschließen, aber ich kann versichern, dass wir die Lage sehr genau beobachten werden." (APA/Red.)

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