Mückstein: Lockerungen am 10. Juni möglich

25. Mai

LEONHARD FOEGER / REUTERS / picturedesk.com

Nachdem die Regierung am Wochenende über Öffnungs-Versprechen gestritten hatte, verkündete Gesundheitsminister Mückstein überraschend, Öffnungen seien bereits am 10. Juni möglich.

Weitere Lockerungen der Corona-Regeln stehen bevor. Nachdem Bundeskanzler Sebastian Kurz Montagabend zusätzliche Öffnungsschritte mit 17. Juni angekündigt hatte, legte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein nach. Er kann sich sogar eine Woche früher Erleichterungen vorstellen. Damit dürften demnächst wieder größere Gruppen indoor im Gasthaus zusammensitzen, die Sperrstunde nach hinten rücken und die Maske im Freien fallen. Noch diese Woche könnte eine Entscheidung fallen.

Mückstein zählte mehrere mögliche Lockerungen auf

Die Ankündigungen von Regierungs- und Ressortchef folgten einem Pfingstwochenende, an dem sich ÖVP und Grüne ein teils untergriffiges rhetorisches Gefecht geliefert hatten. Basis war Kurz' Aviso, dass man schon kommenden Freitag bei einem Gespräch mit Landeshauptleuten Lockerungen etwa bei der Maskenpflicht oder der Sperrstunde verkünden wolle. Mückstein reagierte verschnupft, kündigte Masken indoor auch noch kommenden Winter an und warnte davor, Luftschlösser zu bauen. Gegenseitige Unfreundlichkeiten aus den hinteren Reihen der Koalitionspartner folgten.

Nunmehr hat sich Mückstein eigenen Angaben zu Folgen weitere Male mit Experten beraten und ist zum Ergebnis gekommen, dass die Entwicklung positiver ist, als es zu erwarten war. Daher listete er am späten Montagabend gleich eine ganze Palette an Lockerungen auf. Dazu gehört in der Gastronomie die Reduktion des Zwei-Meter-Abstands zwischen den Besuchergruppen auf einen Meter. Die Sperrstunde würde der Minister von 22 Uhr auf Mitternacht verlegen und in Innenräumen könnten statt vier Personen acht (jeweils plus Kindern) zusammensitzen. Voraussetzung dafür wäre jedoch, dass sich das Personal überall wie in Wien drei Mal wöchentlich testen lässt.

Im Freien soll es auch bei Outdoor-Veranstaltungen keine Masken mehr geben. Bleiben sollen sie, wo viele Menschen zusammenkommen, z.B. in Schulen, wohl auch im Handel. Da kann sich der Gesundheitsminister aber ab Juli einen Wechsel von der FFP2-Maske auf einen einfachen Mund-Nasen-Schutz vorstellen.

Mückstein: Kurz hat "gemeinsamen Pfad verlassen"

Dass es zum Koalitionskrach gekommen war, begründete Mückstein damit, dass der Kanzler mit Vorschlägen seines Ressorts an die Öffentlichkeit gegangen war und damit der gemeinsame Pfad verlassen worden sei. Er hätte zuerst die Pläne mit Sozialpartnern, Ländern und Opposition besprechen wollen. (APA/Red.)

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