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Österreich will Impfstoff für acht Millionen Einwohner

27. Aug.
Injection, Human, Person

Pixabay

Die EU-Kommission verhandelt für alle Mitglieder über Impfstoff-Vorverträge mit Herstellern. Ein erster Vertrag wurde bereits abgeschlossen.

Das Ziel des österreichischen Gesundheitsministeriums lautet, Impfstoff für acht Millionen Einwohner zu haben, sobald dieser vorhanden und zugelassen ist. Einen Alleingang wird es nicht geben, denn die EU-Kommission verhandelt für alle 27 EU-Mitglieder über Vorverträge mit Herstellern. Einen Abschluss gibt es bisher mit AstraZeneca über 300 Millionen Dosen plus 100 weitere Millionen optional.

Erster Vertrag: Impfstoff für sechs Millionen Österreicher

Laut Gesundheitsministerium haben sich die EU-Länder gemeinsam mit der EU-Kommission verpflichtet, nicht getrennt, sondern gemeinsam mit den Herstellern von potenziellen Covid-Impfstoffen Vorverträge abzuschließen. Mit diesen Vorverträgen werden Liefermengen reserviert, die innerhalb der EU nach Bevölkerungsanteil aufgeteilt werden.

Österreich kommt dabei auf zwei Prozent Anteil. Sollte sich der AstraZeneca-Impfstoff als wirksam und verträglich erweisen und von der Europäischen Arzneimittelagentur die Zulassung erhalten, hätte Österreich demnach rund sechs Millionen Dosen fix.

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Impfung soll freiwillig sein

Im Ministerrat wurde festgelegt, dass sich alle in Österreich lebenden Menschen freiwillig impfen lassen können, so das Gesundheitsministerium auf eine APA-Anfrage. Das bedeutet, dass für rund acht Millionen Menschen ausreichend Impfdosen vorhanden sein müssen. Diese Rechnung erfolge unabhängig davon, ob eine oder zwei Dosen zur Herstellung des Impfschutzes notwendig sind.

"Jedenfalls ist es unser erklärtes Ziel, dass jeder an der Impfung interessierte Bewohner/jede Bewohnerin eine ausreichende Versorgung mit Impfstoff erhält. Wir gehen also vom maximal möglichen Verbrauch und nicht von einer geschätzten Erwartungshaltung aus", so das Gesundheitsministerium.

Gemeinsames Vorgehen der EU

Ein Vorteil des gemeinsamen Vertragsabschlusses ist laut Gesundheitsministerium, dass das Risiko, mit diesen Herstellern Lieferverträge abzuschließen und sich an den Forschungs- und Produktionskosten zu beteiligen, die EU gesamt trägt und nicht jeder einzelne Staat.

Neben dem Vorvertrag mit dem AstraZeneca verhandelt die EU mit weiteren fünf Unternehmen. Dies dient dazu, ein möglichst ausgewogenes Portfolio an Impfstoffen zu bekommen. Das soll auch das Risiko minimieren, dass es zu Engpässen kommt, wenn bei einem der Fabrikanten Unwägbarkeiten bei der Impfstoff-Herstellung auftreten. (APA/Red.)

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