Österreich kauft 42 Millionen Impfdosen für 2022/2023

5. Mai

ALEX HALADA / picturedesk.com

Österreich deckt sich mit Impfstoff ein. Die Regierung beschließt im Ministerrat den Kauf von 42 Millionen zusätzlichen Impfdosen für die Jahre 2022 und 2023.

Dafür nimmt die Regierung 800 Mio. Euro in die Hand, mit der Option auf Aufstockung. Der gesamte Kostenrahmen für die bisher gekauften und bestellten 72,5 Mio. Dosen beträgt damit 1,2 Mrd. Euro. Darüber hinaus beschließt die Regierung weitere Details für den Grünen Pass, sagt Kanzler Sebastian Kurz vor der Sitzung.

Impfdosen, die nicht gebraucht werden, können entweder weiterverkauft oder im Rahmen multilateraler Hilfsprogramme gespendet werden. Die zusätzlichen Kosten werden aus dem Corona-Krisenfonds bedeckt. Von den zusätzlichen 42 Mio. Dosen entfallen 35 Mio. auf Pfizer-Biontech, 3 Mio. auf Moderna und 4 Mio. auf Johnson & Johnson.

Regierung geht von Auffrischungsimpfungen aus

Aktuell geht man davon aus, dass nach der ersten Immunisierung weitere Auffrischungsimpfungen notwendig sein werden, gegebenenfalls auch mit an neue Varianten angepassten Impfstoffen, sagt Kurz. "Einerseits ist noch nicht bekannt, wie lange der Impfschutz nach Grundimmunisierung letztendlich anhält. Andererseits ist derzeit auch unklar, ob und in welchem Ausmaß zukünftig weitere Impfungen auf Grund neuer Varianten von SARS-CoV-2 notwendig sein werden, um weiter und dauerhaft einen optimalen Impfschutz zu bieten", heißt es im Ministerratsvortrag. "Alles was wir kaufen können, kaufen wir", so Kurz.

Kurz setzt bei Grünem Pass auf österreichische Lösung

Was den Grünen Pass betrifft, bekräftigte der Kanzler neuerlich, dass er keine rasche europäische Regelung erwarte und Österreich daher eine eigene brauche. Bis Mitte Mai werden bereits mehr als 3,5 Millionen Österreicher eine erste Teilimpfung erhalten haben. Die wachsende Immunisierung der Bevölkerung ermögliche es, mit 19. Mai Öffnungsschritte umzusetzen. Bis zum Sommer sollen alle in Österreich lebende Menschen die Möglichkeit haben, zumindest eine Teilimpfung zu erhalten.

Auf europäischer Ebene haben sich die Mitgliedsstaaten darauf geeinigt, Reisen innerhalb der Union durch sogenannte Digital Green Certificates zu erleichtern. In Österreich werden diese Zertifikate unter dem Namen Grüner Pass eingeführt. Bis zum Sommer soll der Grüne Pass europaweit gelten.

Selbsttests unter Aufsicht

Darüber hinaus werde das Testangebot laufend ausgebaut und entsprechend dem Stand der Wissenschaft adaptiert. So sollen zukünftig auch Antigentests zur Eigenanwendung zur Anwendung kommen. Im Einzelfall können Antigentests zur Eigenanwendung unter Aufsicht des Betreibers einer Betriebsstätte für Gäste als Eintrittstest anerkannt werden, diese sind jedoch lediglich für die Dauer des einzelnen Aufenthalts gültig. Zudem wird das Testangebot "Sichere Gastfreundschaft" für Beschäftigte im Tourismus für die Sommersaison 2021 fortgesetzt.

Die Teilnahme am Grünen Pass soll freiwillig erfolgen. Neben dem Angebot einer Bestätigung mittels QR-Code wird die Vorlage eines Papiernachweises in Kombination mit einem amtlichen Ausweis innerhalb Österreichs weiterhin möglich sein. (APA/Red.)

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