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Reportage: Nahrungsergänzungsmittel als Milliarden-Geschäft

17. Dez.
Bowl, Clothing, Apparel

ServusTV / Marx

Rund 300 Millionen Euro werden jährlich mit Nahrungsergänzungsmitteln in Österreich umgesetzt – davon gehen Brancheninsider aus.

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind rechtlich gesehen Lebensmittel und keine Arzneimittel. Damit dienen sie nicht der Heilung oder Verhütung von Krankheiten, sondern zur Ergänzung der Ernährung. Echte Mängel können sie jedoch nicht ausgleichen. Wer braucht sie also wirklich? Die Servus Reportage zeigt Unternehmen, die NEM herstellen und damit reich geworden sind. Sie dokumentieren, wie das Geschäft abläuft, welche Produkte es gibt und besuchen Kunden, die darauf schwören.

Apotheker und Auto-Verkäufer als NEM-Hersteller

Franz Bachmair ist Apotheker in Salzburg, aber auch Geschäftsführer eines Unternehmens das Nahrungsergänzungsmittel produziert – für Apotheken. Private Label nennt man das, so können Apotheken ihre "eigenen" Nahrungsergänzungsmittel-Präparate produzieren lassen.

Apotheken sind als kompetente Berater im Arzneimittelbereich für Konsumenten auch meist die erste Anlaufstelle für NEM. Als Handelsunternehmen haben Apotheken aber auch großes Interesse daran ein Geschäft zu machen und als Produzenten sind sie, wie Bachmair, selbst in das Geschäft mit den Nahrungsergänzungsmitteln eingestiegen.

NEM gelten rechtlich gesehen als Lebensmittel, entsprechend groß ist die Bandbreite der Händler und Verkäufer. So wie Robert Franz: Der rumänisch-stämmige Autoverkäufer hat mit dem Handel von Nahrungsergänzungsmitteln viel Aufsehen erregt. Mehrmals wurde er von Behörden angezeigt, entsprechend hoch sind auch seine Ausgaben für Gerichtskosten und Anwälte. Als selbsternannter "Pharmarebell" hat er aber eine eingeschworene Fangemeinde hinter sich. Seine Vorträge sind regelmäßig ausverkauft.

"Ein gesunder Mensch braucht keine Nahrungsergänzungsmittel"

58 Prozent der Österreicher nehmen laut einer aktuellen Studie Nahrungsergänzungsmittel zu sich. 24 Prozent, weil es derzeit modern ist. Professor Heinz Hammer von der Universitätsklinik Graz, Ingrid Kiefer von der AGES, der behördlichen Prüfstelle und Katrin Mittl-Jobst vom VKI sind sich einig: "Ein gesunder Mensch braucht keine Nahrungsergänzungsmittel."

Trotzdem werden auch international jedes Jahr Milliarden Produkte abgesetzt. Und damit lediglich "teurer Urin produziert", wie die Kritiker anmerken. Auch der steirische Landarzt Dr. Wolfgang Auer ist ständig Kritik ausgesetzt. Er ist einer der Pioniere in Österreich bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln. Sein Säure-Basen-Pulver gibt es mittlerweile seit 20 Jahren. Aber auch neue Unternehmen „made in Austria“ sind bereit die Welt mit Nahrungsergänzungsmitteln zu versorgen. Das Salzburger Unternehmen Biogena macht 40 Millionen Euro Jahresumsatz und setzt im Gegensatz zum Mitbewerb auf den Verkauf in eigenen Stores mit Fachberatung.

Servus Reportage: Das Geschäft mit den Nahrungsergänzungsmitteln, am Donnerstag, 17. Dezember, 21:10 Uhr bei ServusTV.

Das Geschäft mit den Nahrungsergänzungsmitteln
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