13 Tote bei Seilbahnunglück nahe des Lago Maggiore

23. Mai

HANDOUT / AFP / picturedesk.com

Eine Kabine der Seilbahn auf der Strecke Stresa-Mottarone in Italien stürzte circa 100 Meter vor der Bergstation ab.

13 Todesopfer und zwei Schwerverletzte, das ist die traurige Bilanz eines Seilbahnunglücks unweit des Lago Maggiore in der norditalienischen Region Piemont. Eine Kabine stürzte auf der Strecke Stresa-Mottarone circa 100 Meter vor der Bergstation ab.

An Bord befanden sich 15 Menschen, darunter zwei Kinder im Alter von neun und fünf Jahren. Die beiden Kinder seien die einzigen Überleben und würden sich in kritischem Zustand in einem Turiner Spital befinden, berichten die Retter. Die Kinder wurden wegen schwerer Frakturen operiert. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des Infrastrukturministeriums gegen 12:30 Uhr.

Kabelriss als Ursache vermutet

Der Absturz der Kabine sei vermutlich durch einen Kabelriss im obersten Bereich der Strecke verursacht worden, berichten Feuerwehrmannschaften, die bei der Bergung im Einsatz waren. Die Kabine stürzte in einen Wald. Wegen des steilen Geländes gestaltete sich die Bergungsaktion problematisch. Ein Foto der Feuerwehr zeigte die abgestürzte Kabine in einem Waldstück. Laut Bergrettung waren zwei Hubschrauber im Einsatz.

Seilbahn bei Schönwetter stark frequentiert

Nach dem Lockdown infolge der Pandemie wurde die Seilbahn erst am 24. April geöffnet. Sie verbindet die Seeortschaft Stresa mit dem Mottarone-Berg und fährt im 20-Minuten-Takt. Wegen des schönen Wetters waren unzählige Touristen am Sonntag mit der Seilbahn unterwegs, um von der Spitze des Mottarone-Bergs die Aussicht über den Lago Maggiore zu genießen. (APA/Red.)

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