Szenelokale auf dem Vormarsch, aber Wirte werden immer weniger

4. März
Während die Zahl der Gastronomiebetriebe in den letzten Jahren stark gestiegen ist, müssen immer mehr Wirte ihre Pforten für immer schließen.

Am Sonntag nach der Kirche zum Frühschoppen oder zum abendlichen Stammtisch - in vielen Landgemeinden ist diese Tradition heute nicht mehr möglich. In zahlreichen Orten hat in den vergangenen zehn Jahren ein traditionelles Landgasthaus seine Pforten für immer schließen müssen. Jede fünfte Gemeinde hat sogar mehr als nur einen Wirt verloren.

Szenelokale auf dem Vormarsch

Während die einen das „Wirtesterben“ beklagen, geht es anderen besser denn je. Steigende Besucherzahlen, wachsender Umsatz und hohe Popularität – sogenannte Szenewirte kennen die Wehklage der Kollegen nur aus den Medien.

Verordnungsdschungel macht Wirten das Leben schwer

Allergene, Registrierkassen, Fachkräftemangel, Hygiene- und Belüftungsvorschriften, hohe Steuern auf Alkohol und Getränke und nicht zuletzt das seit November 2019 geltende generelle Rauchverbot – Ursachen werden viele proklamiert, doch die Statistik weiß mehr.

Das „Wirtesterben" hat bereits Ende der 1980er Jahre begonnen. Lang vor den verschiedenen gesetzlichen Änderungen. Dennoch stirbt das klassische Wirtshaus in den vergangenen Jahren rasanter, als in den Jahren zuvor. Ein Ende ist bisher nicht in Sicht.

Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Gibt es das "Wirtesterben" wirklich, oder ist alles nur Hysterie? Die Zahlen der Statistik des Fachverbandes der Gastronomie sind eindeutig. Während es im Jahr 1978 noch 15.031 reine Gasthäuser gab, sind es 2018 nur mehr 8.012.

Stirbt der Wirtshausbesucher aus?

Woran liegt diese Entwicklung? Stirbt der klassische Wirtshausbesucher aus? Oder haben viele Wirte die Zeichen der Zeit übersehen und nötige Veränderungen zu spät oder gar nicht in Angriff genommen?

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