Talk: Braucht es eine westliche Intervention?

7. Apr.
Entsetzt blickt der Westen auf die schrecklichen Bilder von getöteten Zivilisten im Kiewer Vorort Butscha. Die Ukraine macht russische Truppen für das Massaker verantwortlich, Moskau weist die Vorwürfe entrüstet zurück.

Talk im Hangar-7, zum Thema "Kriegsgräuel in der Ukraine: Muss der Westen jetzt einschreiten?" am Donnerstag, 7. April um 23:30 Uhr und am Freitag, 8. April um 22:10 Uhr bei ServusTV Österreich und am Freitag, 8. April um 22:05 Uhr bei ServusTV Deutschland. Nach Ausstrahlung abrufbar in der Mediathek bei ServusTV On.

Der Westen reagiert mit einem neuen Sanktionspaket, nach Wunsch der EU soll es nun erstmals auch den russischen Energiesektor treffen. Während es zunächst noch um Kohle geht, steigt der Druck auf jene Mitgliedsländer, die gegen sich vehement gegen ein Gas- und Öl-Embargo aussprechen, darunter auch Österreich und Deutschland.

Indes gehen die Kämpfe weiter und die Rufe der Ukraine nach mehr Unterstützung und besseren Waffen werden immer lauter. Was bringen die Sanktionen des Westens, von denen sich Russlands Präsident Wladimir Putin bislang eher unbeeindruckt zeigte? Können wir es uns überhaupt leisten, wie die baltischen Staaten komplett auf russisches Gas zu verzichten? Und hat die westliche Welt keine andere Wahl, als dem Sterben in der Ukraine weiterhin zuzusehen, ohne militärisch einzugreifen?

Zu Gast beim Talk im Hangar-7

Zu Gast sind: Der Soziologe und Völkermord-Forscher Gunnar Heinsohn, der dem Westen dazu rät, Russland endlich auch mit militärischen Folgen zu drohen; Slawistin und Menschenrechtsaktivistin Marijana Grandits, die der Ukraine dazu rät, nachzugeben und auf den Donbass zu verzichten, um weiteres Blutvergießen zu verhindern; die ukrainische Kulturmanagerin und Flüchtlingshelferin Oleksandra Saienko, die dem Westen ein Totalversagen im Umgang mit Russlands Präsident Wladimir Putin attestiert; die Sicherheitsexpertin Elisabeth Hoffberger-Pippan, die dem Westen nur einen sehr begrenzten Spielraum für weitere Maßnahmen zubilligt; und der Energieanalyst Johannes Benigni, der dringend vor einem Gasembargo und den damit verbundenen schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen warnt.

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