Talk: Kritik am deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk für Umgang mit Transsexualität

8. Juni
Im Vorfeld der Regenbogenparade am 11. Juni, bei der lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intergeschlechtliche und queere Menschen (LGBTIQ) gegen Diskriminierung auf die Straße gehen, kritisieren 120 Wissenschaftler und Ärzte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland für seinen Umgang mit Transsexualität. 

Talk im Hangar-7, zum Thema "Trans, inter, divers: Auslaufmodell Mann und Frau?", am Donnerstag, 9. Juni um 22:10 Uhr bei ServusTV Österreich und am Freitag, 10. Juni um 22:15 Uhr bei ServusTV Deutschland. Nach Ausstrahlung abrufbar in der Mediathek bei ServusTV On.

Bereits kleine Kinder würden indoktriniert, die Möglichkeit einer Geschlechtsumwandlung würde ihnen geradezu nahegelegt, heißt es in einem offenen Beschwerdebrief. Indes berichtet die heimische LGBTIQ-Community von vermehrten Angriffen gegen Transgender-Personen und klagt über weltweite Rückschläge, was deren Rechte betrifft. Sind Stimmungsmache und Hetze gegen Transsexuelle auf dem Vormarsch?

Was ist dran an den Vorwürfen rund um eine regelrechte „Trans-Mode“? Wie sinnvoll und weitreichend ist der politische Vorstoß in Deutschland, künftig Jugendlichen ab 14 im Rahmen eines „Selbstbestimmungsgesetzes“ eine Änderung des Geschlechtseintrags ganz ohne Gutachten oder elterliches Einverständnis zu ermöglichen? Und was bedeuten überhaupt noch die Begriffe Frau und Mann?

Die Gäste beim Talk im Hangar-7

Zu Gast sind: der Erziehungswissenschaftler und Psychoanalytiker Bernd Ahrbeck, der zu Erstunterzeichnern des offenen Briefes gehört und vor dem Irrglauben warnt, es gebe mehr als zwei Geschlechter; der Psychiater Michael Szukaj, der Transgender-Patienten behandelt, bereits über 1.500 Gutachten erstellt hat und den Vorstoß seiner Kollegen scharf kritisiert; die Transfrau Johanna Hackl, die gegen die Diskriminierung von transidenten Personen kämpft und die Geschlechterzuordnung am liebsten sofort aufheben möchte; die Juristin und Grüne Frauenpolitikerin Eva Engelken, der aufgrund ihrer Kritik am geplanten Selbstbestimmungsgesetz der Parteiausschluss droht; und Edith Walzl, Mutter eines Transgender-Sohns. Sie begleitet Menschen mit Identitätsfragen, warnt aber dringend vor einer Übersexualisierung Jugendlicher sowie vorschnellen Hormongaben und Operationen.

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