Verfassungsschutz ermittelt nach Mord in Gerasdorf bei Wien

5. Juli

MATTHIAS LAUBER / APA / picturedesk.com

Nach dem Mord an einem russischen Asylwerber in Gerasdorf bei Wien hat der Verfassungsschutz Ermittlungen aufgenommen.

Nach der Bluttat vom Samstagabend in Gerasdorf bei Wien (Bezirk Korneuburg) ermittelt das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT). Polizeiangaben zufolge wurde ein 43-jähriger russischer Staatsbürger erschossen, der später in Linz festgenommene Verdächtige ist ein 47 Jahre alter Landsmann. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat eine Obduktion des Opfers angeordnet.

Der Schauplatz des Verbrechens liegt laut Walter Schwarzenecker von der Landespolizeidirektion Niederösterreich an der Brünner Straße (B7) in der an Wien angrenzenden niederösterreichischen Stadtgemeinde. Der 43-Jährige wurde am Samstag kurz nach 19.00 Uhr im Bereich der Einfahrt zu einer Baufirma erschossen.

Verdächtiger von Cobra festgenommen

Für den Verdächtigen klickten noch in den Abendstunden in Linz die Handschellen. Der 47-Jährige war nach einer Verfolgung unter Beteiligung von Beamten des EKO-Cobra gegen 21.35 Uhr festgenommen worden. Er leistete keine Widerstand.

Der Verdächtige soll laut Schwarzenecker am Sonntag einvernommen werden. Untersuchungen wie etwa die Auswertung von Spuren und weitere Ermittlungen der Kriminalisten in dem Fall dauerten an.

Opfer war russischer Asylwerber

Medienberichte, wonach es sich um einen Auftragsmord mit politischem Hintergrund gehandelt hat, wurden am Sonntag von der Landespolizeidirektion Niederösterreich nicht bestätigt. Opfer wie Tatverdächtiger sollen demnach Tschetschenen sein. Schwarzenecker hatte am Samstagabend mitgeteilt, der erschossene 43-Jährige sei ein russischer Asylwerber. (APA/Red.)

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