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Drei Verletzte durch Schüsse in Graz

8. Juli
Automobile, Transportation, Car

JFK / EXPA / picturedesk.com

In Graz wurden am Dienstagabend drei Personen durch Schüsse verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde nach einer Großfahndung von der Polizei gefasst.

In Graz hat Dienstagabend ein 31-jähriger Mann mehrere Schüsse abgegeben, dabei wurden mehrere Personen verletzt. Wie die Landespolizeidirektion Steiermark am späten Abend in einer Aussendung mitteilte, dürfte ein zunächst verbaler Streit eskaliert sein. Von den Schüssen wurden drei Personen verletzt, davon zwei offenbar völlig Unbeteiligte.

Streit eskalierte

Gegen 18 Uhr dürfte es zwischen mehreren Personen in der Neuholdaugasse zu einem Streit gekommen sein. Der Grund des Streits soll ein ausgesprochen nichtiger gewesen sein, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch der APA sagte.

Der 31-jährige Grazer war gegen 18.00 Uhr mit einem 24-Jährigen im Bereich eines Supermarktes im südlichen Bereich der Neuholdaugasse in Streit geraten, als dieser vom jüngeren offenbar "angeblickt" worden war. Der Ältere zog ein Messer und bedrohte den Jüngeren, dieser und sein 20 Jahre alter Bekannter ergriffen daraufhin die Flucht. Wenig später kehrten die beiden wieder in den Bereich des Supermarktes zurück. Da tauchte auch der 31-Jährige wieder auf, diesmal mit einem Pkw. Aus dem Fahrzeug schoss er mit einer Faustfeuerwaffe auf die beiden Bekannten.

Kein Widerstand bei Festnahme

Der Schütze flüchtete mit dem Pkw zur Wohnung seiner Lebensgefährtin in der Nähe des Tatortes. Zeugen hatten sich das Kennzeichen gemerkt, so kam die Polizei rasch auf die Adresse. Als Polizisten anrückten, versuchte der Mann noch durch einen Hintereingang des Mehrparteienhauses zu flüchten, lief aber im Hof Beamten einer Sektorstreife in die Arme. Er leistete bei seiner Festnahme keinen Widerstand. In der Wohnung wurde ein Klappmesser gefunden.

82-jährige Frau verletzt

Vermutlich durch Projektilteile oder Splitter wurden insgesamt drei Personen unbestimmten Grades verletzt, nämlich der 20-Jährige sowie zwei offenbar unbeteiligte Personen, ein 22-Jähriger und eine 82-Jährige. Die Verletzten wurden ins LKH gebracht und behandelt. Ärzte operierten aus der Wunde des 20-Jährigen Projektilteile. "Diese werden derzeit untersucht", sagte ein Polizist zur APA. Damit wolle man auf die Art der Munition und die Waffe kommen.

Der Verbleib der Tatwaffe ist laut Polizeiaussendung noch unklar. Der Verdächtige wurde zur Vernehmung in das Polizeianhaltezentrum eingeliefert. (APA/Red.)

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