Während Rafael Nadal in seinem Zweitrunden-Match bei den Australian Open nie in Gefahr war, hatten zwei weitere Qualifikanten ordentlich zu kämpfen.

Federico Delbonis hat sich nach Kräften gewehrt, eine echte Chance hatte der Argentinier gegen Rafael Nadal aber natürlich zu keinem Zeitpunkt. Dennoch: Der spanische Branchenprimus benötigte knapp zweieinhalb Stunden, um sich schließlich mit 6:3, 7:6 (4) und 6:1 durchzusetzen. Nadal trifft am Samstag in der dritten Runde der Australian Open auf seinen Landsmann Pablo Carreno Busta, der gegen Peter Gojowczyk über vier Sätze gehen musste.

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Mit einem Bussi auf die Wange hat sich Rafael Nadal übrigens bei einem Ballmädchen der Australian Open entschuldig. Der Grund: Mit einer falsch getroffenen Vorhand hatte die spanische Nummer eins der Tenniswelt das Mädchen bei seinem Drittrunden-Einzug versehentlich voll am Kopf erwischt.

„Für sie war es wahrscheinlich kein guter Moment. Ich hatte solche Angst um sie. Ein sehr tapferes Mädchen“, sagte Nadal danach und schenkte ihr auch noch sein verschwitztes Stirnband. Da konnte das Ballmädchen schon wieder lachen.

Australian Open: Wawrinka und Khachanov müssen zittern

Während sich der Topgesetzte also nie in Gefahr befand, machten es zwei gefährliche Außenseiter spannend: Sowohl Stan Wawrinka gegen Andreas Seppi wie auch Karen Khachanov gegen Mikael Ymer lagen im fünften Satz schon mit einem Break im Rückstand. Beide schafften dann doch noch die Wende. Besonders spannend machte es dabei der Russe: Khachanov musste beim Stand von 5:6 im fünften Satz zunächst ein Rebreak zum Ausgleich schaffen, dann vergeigte sein Gegner Ymer auch noch eine 8:6-Führung im Match-Tiebreak.

Wawrinka nun gegen Isner

Die Aufgabe in der kommenden Runde der Australian Open wird für Khachanov nicht wesentlich einfacher: Es wartet Nick Kyrgios, der gegen Gilles Simon immerhin auch vier Sätze benötigte. Stan Wawrinka, 2015 Sieger in Melbourne, gewann gegen Seppi schließlich mit 4:6, 7:5, 6:3, 3:6 und 6:4 und spielt nun gegen einen ausgeruhten John Isner, der mit dem chilenischen Qualifikanten Alejandro Tabilo keine Probleme hatte.

Medwedew trotz Nasenbluten weiter

Nachdem auch Dominic Thiem ein Zweitrunden-Aus in fünf Sets abgewehrt hatte, gewannen auch sein Ranglisten-Nachbar Daniil Medwedew (RUS-4) sowie Alexander Zverev (GER-7). In Runde drei steht auch Gael Monfils (FRA-10) und ist auch ein möglicher Achtelfinal-Gegner Thiems.

Medwedew ist auf der Jagd nach seinem bisher besten Resultat in Melbourne weiter auf Kurs. Allerdings ist das Achtelfinale aus dem Vorjahr wohl nicht einmal ein Minimalziel der Nummer vier der Welt. Am Donnerstag musste er gegen den spanischen Qualifikanten Pedro Martinez u.a. auch ein Nasenbluten überstehen, ehe er im Gegensatz zu Thiem unter dann geschlossenem Dach mit 7:5, 6:1, 6:3 kurzen Prozess machte.

„Es war vor allem im ersten Satz nicht einfach. Aber ich habe durchgehalten und bin durchgekommen, weil er weniger Erfahrung hat“, sagte der US-Open-Finalist des Vorjahres. Das Nasenbluten hatte Medwedew auch schon im Vorjahr in Australien gehabt. „Das passiert mir manchmal, nur normalerweise nicht während eines Matches. Darum musste ich es unterbrechen“, sagte der 23-jährige Russe.

Auch Zverev in Runde 3 der Australian Open

Zverev war nach völlig verpatztem Saisonstart mit nicht vielen Erwartungen nach Melbourne gekommen. Nun steht er ohne Satzverlust in der Runde der letzten 32. Gegen den Weißrussen Jegor Gerasimow setzte sich Zverev mit 7:6 (5), 6:4, 7:5 durch. Ein gut gelaunter Zverev präzisierte nach dem Sieg auch seine Spendenabsicht: Pro gewonnenem Match wird er 10.000 Australische Dollar (6.178,94 Euro) zugunsten der Aktionen für die durch die verheerenden Buschfeuer in Australien betroffenen Regionen spenden.

Sollte er gar den Titel holen, will er das gesamte Preisgeld in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro abgeben. „Geld bedeutet mir nicht so viel und ich mag auch keine geldgierigen Menschen“, sagte Zverev auf „Eurosport“.

Monfils besiegte den 40-jährigen Evergreen Ivo Karlovic (CRO) mit 4:6, 7:6 (8), 6:4, 7:5 und trifft nun auf den Schützling von Günter Bresnik, Ernests Gulbis. Der Lette steht etwas überraschend in den letzten 32. Sollte sich Thiem ins Achtelfinale spielen, könnte es zum Duell mit seinem ehemaligen Stallkollegen bei Bresnik kommen.

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