Kuriositäten und Raritäten bei Bares für Rares Österreich. Unser Lexikon hilft bei den wichtigsten Begrifflichkeiten.

Münzen

MÜNZEMetallplättchen aus Edel- oder Unedelmetall mit einer bestimmten Legende, Größe, Währungsbezeichnung und Metallanteil.
Eine Münze ist ein Zahlungsmittel, das im Allgemeinen als Geld benutzt wird und vom Staat ausgegeben wird.
MEDAILLEGepräge, welche nicht als gesetzliches Zahlungsmittel vorgesehen sind und von Privatfirmen hergestellt werden können (z. B. für Jubiläen, Danksagungen, Sport, etc.)
DUKATUrsprünglich eine Venezianische Goldmünze, auch „Zecchine“ genannt. Von Venedig aus verbreitete sich der Dukat über ganz Europa bis in den Orient und wurde bis Anfang des 20. Jh. als Zahlungsmünze verwendet. Die heutigen Nachprägungen tragen alle die Jahrgangsprägung 1915. Ein einfacher Dukat wiegt 3,49g und hat einen Feingehalt von 986/1000.
KRONEAlte österreichische, nicht mehr umlauffähige Goldmünze mit einem Feingehalt von 900/1000. Bei der von 1892 bis 1924 gültigen Kronen-Währung (Korona, ungarische Bezeichnung) unterscheidet man: 100 Kronen und 20 Kronen, mit Nachprägungen 1915, sowie 10 Kronen mit Nachprägung 1912.
GULDENAlte österreichische, nicht mehr im Umlauf befindliche Goldmünze. Der Gulden ist eine Münze, die ursprünglich aus Deutschland stammt. Dort wurden ab dem 14. Jahrhundert Goldgulden geprägt, später auch Silbergulden. 1552 wurde sie erstmals in Florenz mit einem Gewicht von 3,5 g geprägt und ausgegeben.
In Österreich war der Gulden im 19. Jahrhundert offizielle Währung und wurde bis 1892 geprägt. In Holland bis heute noch eine Währungseinheit.
TALERGroße Silbermünze, erstmals 1486 in Hall in Tirol geprägt. Der Name leitet sich vom böhmischen Joachimsthaler ab, der Prägestätte der Grafen Schlick in Joachimsthal. Der Taler verbreitete sich rasch über mitteleuropäische Staaten. In Österreich, wo der Maria-Theresien-Taler den höchsten Bekanntheitsgrad erreichte, wurde der Taler bis 1856 (als Vereins-Taler bis 1867) geprägt. Aus dem Wort Taler entwickelte sich der Begriff Dollar.
MARIA-THERSIEN-THALERDer Maria-Theresien-Taler gilt als berühmteste Silbermünze der Welt. Der erste Taler wurde 1741 geprägt und veränderte in den darauffolgenden Jahren mehrmals sein Aussehen. Seit 1780 entsteht er in gleichem Design und mit eben dieser Jahreszahl. Offizielles Zahlungsmittel in Österreich war der Maria-Theresien-Taler bis 1858. Die Münze zeigt das berühmte Bild der Kaiserin mit dem Witwenschleier und auf der zweiten Seite neben Doppeladler, Kaiserkrone und Wappen in Rundschrift den Wahlspruch Maria Theresias: „Justitia et Clementia“, lateinisch für „Gerechtigkeit und Milde“. Der Taler wurde in verschiedenen Münzstätten im Heiligen Römischen Reich und in den habsburgischen Territorien geprägt, aber auch außerhalb, zum Beispiel in Bombay (heute Mumbai). Als historisches Stück mit immenser internationaler Bedeutung ist der Maria-Theresien-Taler mit einem Silberfeingehalt von 833/000 weltweit hoch geschätzt und wird nach wie vor in der Münze Österreich AG geprägt.
LEVANTINER TALERNachgeprägter Mariatheresientaler mit Jahreszahl 1780. Namensgebung durch den lebhaften Handel mit der „Levante“ – über die Donau (Orienthandel) und über Triest (Levantehandel). Bis 1930 eine halboffizielle Währung in Addis Abeba. Maria-Theresien-Taler und Levantiner-Taler unterscheiden sich durch das Porträt der Kaiserin Maria-Theresia ohne Witwenschleier im Original – mit Witwenschleier in der Nachprägung).
BULLIONMÜNZEAnlagemünze. Darunter versteht man Münzen in vollem Feingehalt (999/1000), also praktisch reines Edelmetall, hergestellt in ¼, ½ und vollen Unzen ( 1 Unze = 31,104g). Es handelt sich nicht um gesetzliche Zahlungsmittel eines Staates, sondern um den Absatz von Edelmetallen, die Metall-exportierende Länder privaten Geldanlegern bieten. Ein Teil des für den Export bestimmten Metalls wird sozusagen in Münzform verkleidet und den Anlegern auf dem Weltmarkt angeboten. Bullionmünzen werden in hohen Auflagen geprägt und dienen auch der Spekulation auf den Goldwert. Beispiele: Wiener Philharmoniker, Dukat (Nachprägung), Krügerrand, Maple-Leaf, Britannia, etc.
KURANTMÜNZEMünzen, deren Kurswert durch den inneren Wert (Metallwert) bestimmt ist, werden Kurantmünzen genannt. Dies traf früher (meist vor 1915) auf die meisten Edelmetallmünzen zu, deren Edelmetallanteil größer als 50 Prozent war.
AVERSVorderseite einer Münze.
REVERSRückseite einer Münze.
RÄNDELUNGRandstruktur einer Münze zum Schutz vor Abrieb, Verkleinerung oder Beschädigung.

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„Bares für Rares Österreich“ geht in die nächste Runde! Auch dieses Mal werden Kuriositäten und lange in Vergessenheit geratene oder auf dem Dachboden gefundene Raritäten präsentiert. Willi Gabalier vermittelt zwischen den österreichischen Händlern und Anbietern, wobei immer Spannendes, Überraschendes und wahrhaft Kurioses geschieht.