Bayern München-Chef Karl-Heinz Rummenigge bestätigt den Wechsel von Thiago nach Liverpool und fordert im Alaba-Poker ein Ende der öffentlichen Debatte.

Der spanische Fußball-Internationale Thiago wechselt vom Triple-Sieger FC Bayern München zum englischen Meister Liverpool. „Ich kann bestätigen, dass sich der FC Bayern mit dem FC Liverpool final geeinigt hat. Es war der große Wunsch von Thiago, zum Ende seiner Karriere noch einmal etwas Neues zu machen“, sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge am Donnerstag bei „Bild live“.

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Wie das Online-Magazin „The Athletic“ am Donnerstag zuerst berichtet hatte, sei Liverpool bereit, die Ablösesumme von rund 30 Millionen Euro für den 29-Jährigen zu bezahlen. Laut „The Athletic“ ging es nur noch darum, die vertraglichen Bedingungen zwischen Liverpool und dem Mittelfeldspieler, der 2013 vom FC Barcelona nach München gewechselt war, zu finalisieren.

Rummenigge mahnt: Im Alaba-Poker „einfach Ruhe“ geben

Außerdem hat Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ein Ende der öffentlichen Debatten im Vertragspoker mit ÖFB-Star David Alaba gefordert. „Ich bitte wirklich darum, dass man jetzt ganz einfach Ruhe gibt, die Gespräche intern führt.“

Zuletzt hatte es einigen Wirbel gegeben, nachdem der Münchner Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Berater des Abwehrspielers heftig attackiert und damit auch Alaba verärgert hatte. „Erstmal empfehle ich wirklich allen Parteien, keine Kommentare mehr in der Öffentlichkeit abzugeben“, sagte Rummenigge und schloss dabei ausdrücklich auch die Vertreter des deutschen Fußball-Rekordmeisters ein.

Vertragsverhandlungen müssten „vertraulich und diskret“ geführt werden, mahnte der Vorstandsvorsitzende. Der zum Abwehrchef aufgestiegene Alaba spiele eine „wichtige und bedeutende Rolle“ für die Bayern. Der Club und Trainer Hansi Flick wollen den 28-jährigen Wiener unbedingt halten, wie Rummenigge versicherte. Er hoffe auf eine zeitnahe Lösung. Alabas Vertrag in München läuft am Ende der neuen Saison aus.

„Geldgieriger Piranha“

Hoeneß hatte verraten, dass der seit dem 16. Lebensjahr für den FC Bayern auflaufende Alaba einen Vier- oder Fünfjahresvertrag erhalten soll. Der Verein will ihn aber nicht zum Spitzenverdiener machen, was wohl ein Jahressalär von über 20 Millionen Euro bedeuten würde. Über Alabas Berater Pini Zahavi sagte Hoeneß, dieser sei ein „geldgieriger Piranha“.

Zahavi und Alabas Vater George hatten die Geldgier-Vorwürfe von Hoeneß zurückgewiesen. Alaba selbst zeigte sich „verwundert und durchaus auch verletzt“ über den jüngsten Wirbel.

Flick wirbt um Bayern München-„Herzstück“

Bayern Münchens Trainer Hansi Flick warb dafür, dass beide Seiten, die des Spielers und des Vereins, „aufeinander zugehen und Schärfe herausnehmen“. Er rühmte Alaba als „Herzstück“ der Mannschaft, der sich zu dem vielleicht aktuell besten Innenverteidiger entwickelt habe. „Ich hoffe, dass er weiter bei Bayern München spielt“, sagte Flick.

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