Es sei das „mit Abstand schlimmste Virus, mit dem ich je zu kämpfen hatte“, erklärt der 31-Jährige, der bei den Sommerspielen 2012 in London Gold über 100 m Brust gewann.

Schwimm-Olympiasieger Cameron van der Burgh hat eindringlich davor gewarnt, das Corona-Virus zu unterschätzen. Und der 31-jährige Südafrikaner weiß, wovon er spricht. Denn der Goldmedaillen-Gewinner über 100 m Brust bei den Sommerspielen 2012 in London ist selbst schwer an Covid-19 erkrankt. Van der Burgh schrieb auf Twitter vom „mit Abstand schlimmsten Virus, mit dem ich bisher zu kämpfen hatte“.

„Ich kämpfe nun schon 14 Tage lang mit Covid-19“, berichtete der zweifache Weltmeister über 50 Meter auf der Langbahn (2009 und 2013) am Sonntagabend. „Und das, obwohl ich ein gesunder Mensch mit starken Lungen (nie geraucht und dazu Profi-Sportler), einem gesunden Lebensstil und jung bin.“ Van der Burgh, der seine Profi-Karriere 2018 beendet hatte, zählt somit eigentlich zu der am wenigsten gefährdeten Bevölkerungsgruppe.

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Corona-Symptome offenbar äußerst hartnäckig

„Obwohl die schwersten Symptome (extremes Fieber) abgeklungen sind, habe ich noch immer mit extremer Müdigkeit und einem hartnäckigen Husten, den ich einfach nicht loswerde, zu kämpfen. Nach jeder körperlichen Aktivität wie Gehen bin ich stundenlang erschöpft“, betonte Van der Burgh, der auch für eine Olympia-Verschiebung plädierte. Denn Athleten, die weiterhin für die vom 24. Juli bis 9. August angesetzten Sommerspiele in Tokio trainieren, seien einem „unnötigen Risiko“ ausgesetzt.

Außerdem könnten Olympia-Sportler, die an Covid-19 erkranken, entscheidend benachteiligt werden. „Der Konditions-Verlust war bei mir immens“, erklärte Van der Burgh. Würde also das Corona-Virus nun einen Sportler in der entscheidenden Vorbereitungsphase auf die Sommerspiele genauso hart wie ihn treffen, würde das schon jetzt einen nicht mehr bis zum Olympia-Beginn aufholbaren Trainings-Rückstand bedeuten. „Und je näher eine Infektion dem Beginn der Spiele liegt, desto schlimmer sind die Folgen“, unterstrich Van der Burgh. (APA/red.)