Erster Etappensieg für den Chilenen Pablo Quintanilla. Matthias Walkner beendet die neunte Etappe der Rallye Dakar auf Platz zehn.

Der Chilene Pablo Quintanilla hat am Dienstag auf der neunten Etappe der Rallye Dakar seinen ersten Motorrad-Etappensieg bei der Auflage in Saudi-Arabien eingefahren. Der Husqvarna-Pilot hat als Gesamt-Zweiter aber noch 20:53 Minuten Rückstand auf Ricky Brabec (USA/Honda), den Tages-Vierten. Quintanilla widmete seinen Erfolg dem am Sonntag tödlich verunglückten Paulo Goncalves.

Etappe 9: Walkner wird Zehnter

Der Salzburger Matthias Walkner, der zuletzt mit Atemwegs-Problemen zu kämpfen gehabt hatte, kam nach dem Abschnitt von Wadi Al Dawasir nach Haradh (886 km) mit 410 Kilometern Sonderprüfung mit 8:07 Minuten Rückstand auf den zehnten Rang. In der Gesamtwertung der Dakar blieb der KTM-Werksfahrer Sechster, sein Rückstand auf Brabec wuchs aber auf 37:16 Minuten an.

Walkner hatte am rennfreien Vortag – die achte Etappe der Dakar war nach dem tödlichen Unfall annulliert worden – erklärt, er versuche, an jedem Tag alles herauszuholen. „Ich bin aber einer, der sich zwei bis drei Prozent aufbehält, um so etwas wie 2016, als ich mir den Oberschenkel gebrochen habe, zu vermeiden“, betonte der Sieger von 2018 und Vorjahres-Zweite. Ganz gefeit sei man vor schweren Stürzen freilich nie. „Aber dafür trainiere ich das ganze Jahr, um das Risiko so gering wie möglich zu halten.“

Walkner verzichtete auf Aufholjagd

Walkner hatte auf der neunten Etappe der Dakar nach eigenen Worten in der ersten Phase mit vollem Tank auf schwieriger Piste Zeit eingebüßt. Beim Tankstopp hatte er drei Minuten auf die Spitze verloren und verzichtete auf eine Aufholjagd.

„Nachdem ich mich immer noch nicht so gut fühle und noch eine Erkältung mit mir herumschleppe, beschloss ich, nicht mehr viel zu riskieren und mir im Hinblick auf die morgige Startposition eine gute Ausgangsposition zu schaffen“, erklärte der 33-Jährige in einer Aussendung. „Ich habe heute zwar einiges an Zeit liegen lassen, starte morgen aber von der guten zehnten Position. Es gibt jetzt nichts mehr zu verlieren, das Motto lautet: Volle Attacke!“

Quintanilla hatte sich im Finish aus einem Spitzen-Quartett abgesetzt und gewann 1:54 Minuten vor dem Dakar-Vorjahressieger Toby Price (KTM). „Es war ein spezieller Tag und nicht einfach, den Rhythmus zu finden. Es war schwierig, sich zu konzentrieren, nach dem, was Paulo passiert ist. Ihm widme ich diesen Sieg“, erklärte der 33-jährige Werksfahrer der KTM-Tochterfirma.

Sainz bei Dakar weiter in Führung

Bei den Autos führt der Spanier Carlos Sainz (Mini) nach einem fünften Tagesrang weiter vor dem Katarer Nasser Al-Attiyah (Toyota). Dieser reduzierte den Rückstand als Etappenzweiter hinter dem Franzosen Stephane Peterhansel aber auf 24 Sekunden.

Rallye Dakar: So lief Tag 8

Am Mittwoch folgt bei der Rallye Dakar der erste Teil einer weiteren Marathon-Etappe, durch die Dünen wird die längste Fahrzeit der 42. Auflage erwartet. Im Ziel steht kein Service zur Verfügung, die Fahrer haben nur zehn Minuten Zeit, selbst kleine Reparaturen an den Bikes durchzuführen.

Rallye Dakar: Die Ergebnisse von Dienstag

Motorräder:
1. Pablo Quintanilla (CHI) Husqvarna 3:30:33 Std.
2. Toby Price (AUS) KTM +1:54 Min.
3. Joan Barreda (ESP) Honda 2:42
4. Ricky Brabec (USA) Honda 3:55
Weiter: 10. Matthias Walkner (AUT) KTM 8:07

Gesamtwertung:
1. Brabec 31:59:29 Std.
2. Quintanilla +20:53 Min.
3. Price 26:43
Weiter: 6. Walkner 37:16

Autos:
1. Stephane Peterhansel/Paulo Fiuza (FRA/POR) Mini 3:08:31 Std.
2. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA) Toyota +0:15 Min.
3. Yasir Seaidan/Alexej Kusmich (RSA/RUS) 4:48
Weiter: 5. Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP) Mini 6:31

Gesamtwertung:
1. Sainz 35:11:54
2. Al-Attiyah +0:24 Min.
3. Peterhansel 6:38 (APA/red.)

Alles zur rallye Dakar