Dominic Thiem war froh, gegen Jack Sock doch noch in drei Sätzen „durch“ zu sein. Nach dem Match verriet er, was er sich in Sachen Tiebreak vom Weltranglisten-Ersten abgeschaut hat.

3:6 lag Dominic Thiem im Tiebreak des dritten Satzes in seinem Zweitrunden-Duell bei den French Open gegen Jack Sock schon zurück. Eine Ehrenrunde nach zwei souverän gewonnenen Durchgängen schien beinahe unvermeidlich. Dann aber packte Thiem fünf Punkte in Folge aus. Und hatte dabei auch etwas Glück, als eine Vorhand seines Gegners knapp ihr Ziel verfehlte.

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Fakt ist: Seit dem Re-Start der ATP-Tour hat Dominic Thiem noch kein Tiebreak verloren. Zugegeben, die Stichprobe umfasst nur die US Open und eben die ersten beiden Partien in Paris. Aber in New York hielt sich Thiem in Kurzentscheidungen an Jaume Munar, Félix Auger-Aliassime, Daniil Medvedev (gleich zweimal) und beim großen Showdown auch an Alexander Zverev schadlos. Einer der Gründe? Dominic Thiem hat Anleihen bei Novak Djokovic genommen, der gerade in Tiebreaks seit Wimbledon im letzten Jahr so gut wie unbesiegbar war.

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02. Okt

Thiem in den Tiebreaks auf Kontrolle bedacht

„Generell versuche ich schon, mehr darauf zu achten, dass ich keinen Fehler mache. Anstatt dass ich jetzt zu sehr auf Winner gehe“, sagte Thiem in seiner Pressekonferenz nach dem Match gegen Sock. „Das habe ich sehr gut gegen Medvedev gemacht, wo ich die zwei Tiebreaks gewonnen habe. Gegen Félix war es in der vierten Runde auch so. Das habe ich mir vom Nole (Djokovic, Anm. d. Red.) ein bisserl abgeschaut. Weil der in den Tiebreaks immer richtig da ist, auch immer sehr viele Returns reinspielt. Und dann den Ball einfach so ins Feld spielt, dass der Gegner nichts machen kann.“

Gegen Alexander Zverev war Thiem dann aber doch der aktivere Spieler. Wenn auch nicht ganz mit Absicht. „Das war eine Ausnahme-Situation, dieser fünfte Satz mit dem Tiebreak in New York. Da habe ich gar nicht mehr nachgedacht, muss ich ehrlich sagen. Da habe ich einfach irgendwie versucht, das zu gewinnen.“

Thiems „Tiebreak-Trick“ erneut erfolgreich

Im dritten Satz gegen Sock in Paris hat der neue Ansatz aber gut funktioniert. Was insofern hilfreich war, als dass Dominic Thiem zu diesem Zeitpunkt schon etwas müse war. Noch werde er von der US-Open-Welle getragen, erklärte der 27-Jährige auf der PK weiter. Aber irgendwann werde sich die Müdigkeit schon zeigen.

Andererseits: Das gilt auch für Thiems kommenden Gegner, Casper Ruud. Der Norweger gewann gegen Tommy Paul erst in fünf Sätzen. Und hat in den letzten Wochen richtig viel Tennis gespielt: Nach den US Open noch Rom und Hamburg. Bei beiden Turnieren hat Ruud Match-Erfolge gefeiert – aber vermutlich auch einige Körner gelassen…

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