Seit Wochen bemüht sich der FC Bayern, den 2021 auslaufenden Vertrag mit ÖFB-Star David Alaba zu verlängern – bislang ohne Erfolg. Sein Abschied wäre für die Münchener schmerzhaft.

Der Transfer von Wunschspieler Leroy Sane zum FC Bayern ist so gut wie perfekt. Eine weitere wichtige Baustelle haben die Münchener aber trotzdem noch: Die erhoffte Vertrags-Verlängerung mit David Alaba. Der ÖFB-Star, dessen Kontrakt beim deutschen Rekordmeister Ende Juni 2021 ausläuft, ist einer der Erfolgsgaranten des FC Bayern. Ein absoluter Leistungsträger und Führungsspieler – und trotz seiner erst 28 Jahre schon ein „Urgestein“ des Clubs.

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Doch die Verhandlungen über ein neues Arbeitspapier ziehen sich seit Wochen hin, mit ungewissem Ausgang. Und je länger beide Seiten in dieser Frage keine Einigung finden, desto näher dürfte ein Abschied von Alaba bei den Münchenern rücken.

Denn sollte sich der Österreicher tatsächlich gegen eine Verlängerung in München entscheiden, müssten die Bayern ihn noch in diesem Sommer verkaufen. Ansonsten ginge ihnen eine stattliche Ablösesumme durch die Lappen. Bei einem Kaliber wie Alaba wohl zwischen 60 und 80 Millionen Euro.

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03. Jul

Bayern-Coach Flick hofft auf Alaba-Verbleib

Bayern-Trainer Hansi Flick sprach sich zuletzt klar für einen Verbleib seines Abwehrchefs aus. „Jeder weiß, dass ich mir wünsche, dass so ein Spieler, der bei Bayern ausgebildet wurde und schon einige Jahre hier spielt, weiter ein Teil des FC Bayern ist.“ Doch mit Blick auf die Qualitäten Alabas fügte der Erfolgscoach an: „Dass nicht nur wir diese sehen, sondern auch andere Vereine, ist selbstverständlich.“

Und die immer wieder kolportierten Interessenten für Alaba sind im europäischen Fußball wahrlich keine Unbekannten. Neben Real Madrid und dem FC Barcelona haben offenbar auch Paris Saint-Germain, Manchester City und der FC Chelsea ein Auge auf den Bayern-Star geworfen.

Angesichts dieser Verhandlungsposition verwundert es wenig, dass Alaba offenbar keinen allzu großen Druck verspürt, sich entscheiden zu müssen. „Das schauen wir mal. Ich versuche, den Fokus auf das Wesentliche zu legen“, ließ sich der Österreicher zuletzt, auf seine Zukunft angesprochen, einmal mehr nicht in die Karten schauen. Und fügte nicht minder unkonkret an: „In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie es weitergeht“.

Gehalts-Poker zwischen Alaba und Bayern entbrannt

Fast schon folgerichtig brachte das jüngste Treffen zwischen der Alaba-Seite und dem FC Bayern erneut kein Ergebnis. Wie wichtig die Personalie aber für die Münchener ist, zeigt die Tatsache, dass fast die komplette Führungsriege um Karl-Heinz Rummenigge, Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn an besagtem Treffen teilnahm. Ihnen gegenüber saßen Alabas Vater George und Star-Berater Pini Zahavi, dem unter anderem beste Kontakte nach England nachgesagt werden.

Knackpunkt bei den Verhandlungen ist – natürlich – das Geld. Aktuell streicht Alaba beim FC Bayern inklusive Prämien rund 15 Millionen Euro jährlich ein. Für die Unterschrift unter einen neuen Bayern-Vertrag fordert die Alaba-Seite aber eine deutliche Gehaltserhöhung. Dadurch würde der Österreicher in München in die Riege der Top-Verdiener um Manuel Neuer, Robert Lewandowski und Thomas Müller aufsteigen.

Lässt sich der FC Bayern darauf ein, stehen die Chancen gut für den deutschen Rekordmeister, auch weiterhin auf die Dienste seines Abwehrchefs setzen zu können. Tut er das nicht, ist ein Abschied von David Alaba aus München durchaus realistisch. Und der wäre für die Bayern äußerst schmerzhaft…

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