Club-Gesellschafter Karajica ärgert sich nicht nur über den FAC Wien, sondern auch über die in der Causa bislang schweigende Bundesliga: „Das geht so nicht“.

Austria Klagenfurt wird gegen die Entscheidung im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga Protest einlegen. Das kündigte Club-Gesellschafter Zeljko Karajica am Sonntag an. „Farce, Schande – ich glaube, das trifft es sehr genau, worum es hier geht. Wir werden natürlich Protest einlegen“, erklärte Karajica gegenüber der APA.

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Neben dem 0:9 des FAC Wien in Ried stört die am Freitag gegen Innsbruck 6:1 siegreichen Klagenfurter vor allem das bisherige Schweigen der Bundesliga. „Ich habe kein einziges Statement der Liga gehört, dass die gesagt haben, wir untersuchen das – nichts, gar nichts. Wenn die glauben, dass das Leben am Montag normal weitergeht, dann täuschen sie sich. Die können sicher sein, dass wir alle Möglichkeiten, die uns offen stehen, ausschöpfen. Das geht so nicht“, ärgerte sich Karajica.

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01. Aug

Klagenfurt fordert Untersuchung von der Liga

Man werde die Liga auffordern, den ganzen Vorgang zu untersuchen. „Spätestens morgen werden wir loslegen. Es kann ja nicht sein, dass der FAC in zwei Wochen wieder normal mit der Vorbereitung anfängt. Wir wollen eine Aufarbeitung haben.“ Der FAC war am Freitag bei weitem nicht in Bestbesetzung angetreten, Spieler sollen sich laut Karajica bereits im Urlaub befunden und Fotos davon gepostet haben.

Hinzu komme noch der auffällige Spielverlauf. „Dass der FAC nach 30 Minuten 0:5 hinten liegt und sich wehrlos abräumen lässt – im besten Fall bleibt ein Nachgeschmack. Aber es war in Wahrheit eine Nacht der Schande, das war mit Ansage.“

„Die Liga beraubt sich ihrer Glaubwürdigkeit“

Karajica legte Wert auf die Feststellung, kein schlechter Verlierer sein zu wollen. Es gehe nicht darum, Ried schlecht zu machen. Schließlich habe man sich die realistische Aufstiegs-Chance ja schon mit einer Niederlage in der vorletzten Runde selbst genommen. Doch das Vorgehen und die Spielweise des FAC seien es, was hinterfragt werden müsse. Man dürfe das Verhalten der Wiener mit Untätigkeit nicht zum Standard werden lassen.

„Die Liga beraubt sich damit ihrer Glaubwürdigkeit“, betonte Karajica. Und verwies auch auf einen möglichen Imageschaden für die gesamte Liga und den zu beobachtenden Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien. Die nachträgliche Entschuldigung des FAC für das eigene „desolate und unprofessionelle Auftreten“ am Samstag könne er nicht ernst nehmen. Stattdessen müsse es auch Konsequenzen geben. (APA/red.)

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