Europa wird von offen ausgetragenen Gewaltexzessen erschüttert. Die Polizei gewinnt nur mühsam die Kontrolle und kann die Gewalt nicht verhindern.

Stuttgart, Dijon, Favoriten: Europa wird von offen ausgetragenen Gewaltexzessen erschüttert. Hunderte Gewaltbereite plündern Innenstädte, zerstören öffentliche Infrastruktur, liefern sich Schlachten mit anderen Gruppierungen – und der Polizei. Die aber gewinnt nur mühsam die Kontrolle und kann die Gewalt nicht verhindern. Erleben wir hier einen Angriff auf unsere Gesellschaftsordnung? Woher kommt die Wut gegen den Staat? Agiert die Polizei zu lasch? Und wie gewinnen wir die Kontrolle zurück?

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Serie von Ausschreitungen

Europa wird von einer beispiellosen Serie von Gewaltexzessen auf offener Straße erschüttert. Als Reaktion auf eine Drogenkontrolle durch die Polizei zieht ein plündernder Mob stundenlang durch die Stuttgarter Innenstadt. Im französischen Dijon tobt tagelang ein brutaler Bandenkrieg, und im zehnten Wiener Gemeindebezirk attackieren rechtsextreme Türken eine kurdische Protestkundgebung.

Woher aber kommt dieses neue Ausmaß an Gewalt? Ist es wirklich bloß Zufall, dass diese Phänomene innerhalb so kurzer Zeit auftreten oder gibt es gemeinsame Ursachen? Und müssen wir uns an öffentlich ausgetragene Gewalt gewöhnen?

Welche Rolle spielt die Polizei?

Fest steht: In allen drei Fällen waren es junge, abgehängte Radikale, die zur Eskalation beitrugen – und in allen drei Fällen gelang es dem Staat nur schwer, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Agiert die Polizei zu lasch? Nehmen wir die Angriffe auf unsere Ordnung nicht ernst genug? Oder ist vielmehr das Gegenteil wahr, wie viele Aktivisten kritisieren: Dass die Polizei durch ihr rassistisches Vorgehen diese Gewaltexzesse geradezu provoziert? Wie können wir weitere Ausbrüche verhindern?

Bei Michael Fleischhacker zu Gast sind:

  • Susanne Schröter, Extremismusforscherin
  • Mugthaba Hamoudahm, Aktivist
  • Kenan Güngör, Soziologe
  • Rainer Wendt, Polizeigewerkschafter

Talk im Hangar-7 zum Thema „Gewalt auf der Straße: Ist der Staat zu schwach?“ am Donnerstag, 2. Juli, ab 22:10 Uhr bei ServusTV.