Jurij Rodionov lässt kräftig aufhorchen. Der 20-Jährige konnte auch das Finale des hochkarätig besetzten Challenger in Dallas gegen Denis Kudla mit 7:5 und 7:6 (10) gewinnen. 

Nachdem Jurij Rodionov bereits die Nummer zwei des Turniers, Andreas Seppi, und die Nummer drei, Dominik Koepfer, besiegen konnte, stand dem 20-Jährigen im Finale des hochkarätig besetzten Challenger in Dallas nun Denis Kudla gegenüber. Der Amerikaner war ebenfalls als gesetzter Spieler ins Turnier gegangen und sorgte im Viertelfinale für die Überraschung des Turniers, als er den topgesetzten Frances Tiafoe aus dem Turnier nahm. Für Jurij Rodionov war es das erste Aufeinandertreffen mit dem in der Ukraine geborenen US-Amerikaner. 

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Beide Spieler starteten bei eigenem Aufschlag gut in die Partie. Der Österreicher hatte im ersten Satz gar eine Quote von 86 Prozent gewonnene Punkte bei erstem Aufschlag aufzuweisen. Folgerichtig ließ er kaum etwas zu. Den einen Breakball, den Denis Kudla vorfand, konnte der Österreicher abwehren. Im zehnten Spiel des ersten Satzes musste der Amerikaner gegen den Satzverlust servieren und hatte gehörig zu kämpfen. Etliche Male ging es über Einstand, der 27-Jährige konnte seinen Aufschlag aber halten. Nicht aber wenige Momente später, als Jurij Rodionov das Break zum 7:5 gelang. 

Nervenstarker Jurij Rodionov

Auch in Durchgang zwei starteten die Aufschläger souverän. Keiner der beiden konnte zu Beginn des Satzes als Rückschläger so richtig zwingend werden. Bis zum 6:5, als Denis Kudla erneut gegen den Satzverlust servieren musste. Nach einem Rückhandfehler des Amerikaners kam Jurij Rodionov zu seinem ersten Matchball. Doch die Rückhand des Österreichers fand den Weg nicht ins Feld. Und so kam es wie es kommen musste: Tiebreak.

Dieses entpuppte sich als Achterbahnfahrt: Jurij Rodionov legte mit 3:1 vor, Kudla holte auf und war plötzlich 5:4 in Front. Bei 6:5 war es aber der Österreicher, der seinen zweiten Matchball vorfand. Auch dieser blieb aber ungenutzt. Nachdem Rodionov zwei Satzbälle abwehren konnte, hieß es beim Stand von 9:8 erneut Matchball Rodionov. Abermals konnte Kudla den Kopf aus der Schlinge ziehen. Matchball Nummer vier sollte dann aber einer zu viel sein für Denis Kudla, der dem jungen Österreicher mit einem Vorhandfehler zum Sieg verhalf. 

In der Weltrangliste wieder nach oben

In der Weltrangliste geht es nun ebenfalls weit nach vorne. Mit dem Turniersieg kann der Österreicher rund 130 Plätze gut machen. Damit liegt er nun auf Position 232 der ATP-Rangliste. Der Youngster ist damit auch seiner bisherigen Bestmarke wieder deutlich näher gekommen. Im Mai 2019 lag er bereits auf Platz 187. Jurij Rodionov ist nun hinter Dominic Thiem, Dennis Novak und Sebastian Ofner der viertbeste Österreicher. Auf der Challenger Tour ist es nach dem Triumph in Almaty 2018 erst der zweite Titel für den jungen Österreicher.