Phänomen, Naturgewalt, Sturm-Wunder: Nach seinem Weggang aus Salzburg sorgt Erling Haaland auch in Dortmund für Furore. Hier sind einige spannende Fakten zum 19-jährigen Shooting-Star!

Er trifft und trifft und trifft: Was Erling Haaland aktuell bei Borussia Dortmund aufführt, sorgt jede Woche für neue Superlative. Sage und schreibe sieben Mal hat der Neuzugang, der erst in der Winterpause von Red Bull Salzburg in die Deutsche Bundesliga wechselte, in seinen ersten drei Spielen für Dortmund getroffen. Wer ist der junge Norweger, der schon in Österreich immer wieder für Furore sorgte? Hier sind ein paar spannende Fakten zum 19-jährigen Shooting-Star!

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1. Haalands unglaubliche Dortmund-Bilanz

Nach drei Toren bei seinem Dortmund-Debüt in Augsburg (5:3) und zwei Treffern im darauffolgenden Match gegen Köln (5:1) trifft Erling Haaland zuletzt auch beim 5:0 gegen Union Berlin. Damit avanciert er zum ersten Spieler der Deutschen Bundesliga, der in seinen ersten drei Partien sieben Mal trifft. Und: Für seine ersten sechs Bundesliga-Tore brauchte der Norwegen nur ganze 77 Minuten – Rekord. Im Schnitt dauert es weniger als 20 Minuten (19:43), bis der 19-Jährige den Ball im gegnerischen Kasten versenkt.

Noch ein paar weitere beeindruckende Zahlen und Fakten: Sein erstes Bundesliga-Tor für Dortmund erzielt der eingewechselte Haaland nach exakt 183 Sekunden. Für seinen Dreierpack gegen Augsburg braucht er nur schlanke 23 Minuten Spielzeit. Zudem reichen ihm dafür lediglich drei Torschüsse – eine herausragende Effizienz. Und: In der Geschichte der Deutschen Bundesliga gab es vor Haaland noch keinen Einwechselspieler, der bei seinem Debüt einen Dreierpack erzielte.

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2. Wenn Haaland spielt, fallen Rekorde

Auch schon vor seiner Zeit bei Borussia Dortmund und Red Bull Salzburg sorgte Erling Haaland regelmäßig für Furore. Das erste Mal am 2. Juli 2018, als der damals 18-Jährige in Norwegen mit Molde FK auf Tabellenführer Brann Bergen traf – und dabei vier Tore in nur 17 Minuten machte. Weiter ging‘s ein paar Monate später bei der U20-WM: Bei Norwegens 12:0-Sieg über Honduras zeichnete Haaland für nicht weniger als 9(!) Tore verantwortlich.

Höchste Zeit, um auch in der Champions League Geschichte zu schreiben: Bei Haalands CL-Debüt mit Salzburg am 17. September 2019 schnürt er gegen Genk in nur 45 Minuten einen Dreierpack – bis dato der schnellste Hattrick in der Königsklasse. Damit hat der Shooting-Star in allen vier Wettbewerben, in denen er in dieser Saison bislang zum Einsatz kam (Deutsche Bundesliga, Champions League, Österreichische Bundesliga, ÖFB-Cup), mindestens einmal einen Dreierpack erzielt.

3. Der „Prinz“ und sein Spitzname

Mit Haaland hat Borussia Dortmund nicht nur ein Sturm-Juwel, sondern sogar einen „Prinzen“ in seinen Reihen. Auf Norwegisch bedeutet Erling in etwa „Sohn eines noblen Mannes, Kämpfers oder auch Prinz im Sinne von Thronfolger“. Sein Spitzname lautet jedoch anders – nämlich „Manchild“. Den hat Haaland seinem Wachstumsschub während seiner Zeit bei Molde FK in seiner Heimat zu verdanken. Mit seinen 1,93 Meter zählte er fortan zwar zu Größten auf dem Platz, seine unbekümmerte und beinahe kindliche Art behielt Haaland jedoch bei. Was seine damaligen Teamkollegen offenbar zum oben erwähnten Spitznamen inspirierte.

4. Er hat das Fußballer-Gen in der Familie

Erlings Vater Alf-Inge Haaland war über viele Jahre selbst erfolgreich als Fußball-Profi im Einsatz. Von 1993 bis 2003 spielte Haaland Senior in England. Dort, genauer gesagt in Leeds, erblickte der kleine Erling im Jahr 2000 das Licht der Welt. Später zog es Alf-Inge Haaland dann zu Manchester City, wo seine Laufbahn nach knapp zwei Jahren aber ein jähes Ende fand. Am 21. April 2001 erlitt er im Manchester-Derby gegen United nach einem rüden Foul eine böse Knieverletzung, durch die er seine Karriere kurze Zeit später beenden musste.

5. Haaland ist ein echter Spätzünder

Lange Zeit war überhaupt nicht abzusehen, dass aus Erling Haaland einmal ein körperlich derart starker und erfolgreicher Stürmer werden wird. Denn als er im Jugendalter für den norwegischen Drittligisten Bryne FK debütierte, war er eher klein und schmächtig. Gegen seine meist größeren und kräftigeren Gegenspieler konnte er daher nur wenig ausrichten, und musste folglich eher seine Wendigkeit und Ballbeherrschung in die Waagschale werfen. Dann aber schoss Haaland in nur zwei Jahren um stolze 17 Zentimeter in die Höhe. Damit war er urplötzlich 1,93 Meter groß, verfügte zudem über eine herausragende Technik – nicht die schlechtesten Voraussetzungen für einen Ausnahme-Stürmer.

Seine Coolness und unbekümmerte Art

Neben seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten auf dem Platz ist Erling Haaland auch immer wieder für einen lässigen Sager abseits des Rasens gut. Beispiel gefällig? Als Dortmund-Manager Michael Zorc dem jungen Norweger zu seinem Drei-Tore-Debüt gegen Augsburg gratulierte, meinte der nur: „Dafür habt ihr mich gekauft, oder?“ Wo er recht hat…