Österreichs beste Ruderin Magdalena Lobnig über Ruder-Gold in Tokio 2021, warum das Segel-Duo Hagara-Steinacher sein Karriereende aufschiebt und warum Robert Lechner mit Sebastian Vettel leidet.

„Wir haben es geschafft, die ersten Segler in Österreich zu sein, die vom Sport leben konnten. Beim Olympiasieg 2000 habe ich parallel noch einen Reifenhandel in Zell am See geleitet. Sydney hat uns geholfen, den nächsten Schritt zu wagen und größere Projekte anzugehen. Wir haben das Vertrauen unserer Partner gewonnen, die den Weg mit uns gegangen sind. “
Hans-Peter Steinacher über den Türöffner Olympia zum reinen Profisegler.

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„Man fährt dreimal so schnell wie früher. Es ist natürlich auch gefährlicher. Vor allem mit den großen Booten kommt man auf 70 bis 100 km/h. Das sind auf dem Wasser schon sehr hohe Geschwindigkeiten.“
Roman Hagara über die von der Foil-Technologie ausgegangene Segelrevolution.

„Es gibt natürlich Unstimmigkeiten am Boot, aber danach ist wieder alles okay und man konzentriert sich auf den nächsten Wettkampftag. Es bringt auch nichts, Konflikte mit an Land zu tragen.“
Roman Hagara über etwaige Funkstörungen an Bord.

„Der Segelsport hat sich athletisch sehr weiterentwickelt, vor allem mit dem America’s Cup 2013 in San Francisco. Damals waren die Jungs fast mehr in der Kraftkammer als am Wasser.“
Roman Hagara über die körperliche Komponente im modernen Segelsport.

„Wir haben uns sehr gut auf die Saison vorbereitet und das letztjährige Team wieder an Bord. Nach dem Trainingslager im Oman für den ersten Wettkampf ist dann leider die Tour abgesagt worden. Und wir wollten nicht so abtreten..“
Roman Hagara verrät, warum das Karriereende aufgeschoben wird.

Hagara: "Im Team sind wir wirklich gut"

„Die Halbfinalzeiten haben gezeigt, dass ich um eine Medaille mitfahren kann, ich hab’s aber nicht rübergebracht. Die Enttäuschung war natürlich immens. Danach habe ich lange nicht gewusst, ob ich weitermache, mir dann aber gedacht: Ich habe echt eine Rechnung offen und möchte noch einmal aufzeigen.“
Magdalena Lobnig über ihre Beweggründe, nach dem sechsten Platz von Rio auch Tokio anzuvisieren.

„Ich bin es an sich gewohnt, sehr viel allein zu trainieren. Der Lockdown war aber doch sehr lang und du merkst, wie sehr dir das Team abgeht. Man pusht sich ja gegenseitig.“
Magdalena Lobnig über die Trainingsmotivation in diesem Frühjahr.

„Absurd ist gar nichts. Es ist immer alles drinnen. Man muss nur die Voraussetzungen dafür schaffen: ein Viertelfinale überstehen, ein Halbfinale überstehen, ins Finale kommen.“
Magdalena Lobnig schließt selbst Gold im Zeichen der Ringe nicht aus.

„Wir sind voneinander abhängig. Wenn wir nicht gemeinsam funktionieren, kann es zum Supergau kommen. Deswegen pflegen wir unsere Beziehung jeden Tag, 24 Stunden lang.“
Christian Schiester über das Konfliktmanagement an Bord mit Lebensgefährtin Daniela Bärnthaler.

Lechner: "Hoffe, dass wir Vettel nächste Saison in der Formel 1 dabei haben"

Formel 1
„Die Reifen waren von der Lebensdauer her am Limit. Durch die zweite Safety-Car-Phase haben alle früher als geplant mit den harten Reifen fahren müssen. Deshalb sind wie in einem Action-Film die Fetzen geflogen.“
Robert Lechner erklärt, warum drei Fahrer am Rennende links vorne einen Reifenschaden hatten.

„Man merkt von der Motivation her, dass es nicht toll ist zu wissen, am Ende der Saison ohne Ferrari-Cockpit dazustehen – und noch dazu ein Auto zu haben, mit dem man nicht vorne mitfahren kann. Hinzu kommt ein junger, hungriger Teamkollege, der für seine Karriere kämpft.“ 
Robert Lechner über die Situation von Sebastian Vettel.