Honda-Teammanager Alberto Puig kommentiert das ungleiche Verhältnis innerhalb des Weltmeister-Teams. Und er nimmt Jorge Lorenzo in die Pflicht.

Die Fahrerwertung in der MotoGP ist entschieden. Und auch der Vizetitel ist bereits vergeben. Spannender ist der Kampf in der Teamwertung: Denn Ducati (409 Punkte) und Honda (408 Punkte) liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Duell. Besser gesagt kämpft Marc Marquez mit dem Ducati-Duo Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci um den Titel. Denn Jorge Lorenzos Anteil zur Teamwertung ist überschaubar. Von HRC-Teammanager Alberto Puig gibt es wieder einmal einen Seitenhieb in Richtung Lorenzo.

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Zuletzt verpasste Lorenzo beim Australien-Grand-Prix auf Phillip Island die Punkteränge und wurde als Letzter gewertet. Teamkollege Marc Marquez hingegen fuhr seinen fünften Sieg in Folge ein. Marquez hat beeindruckende 92 Prozent der Punkte der Teamwertung für das Repsol-Honda-Team eingefahren.

Lorenzo teilt sich die übrigen acht Prozent mit Stefan Bradl (2,4 Prozent), der bei seinen drei Einsätzen als Ersatzpilot beinahe halb so viele Punkte holen konnte wie Lorenzo (5,6 Prozent) in den restlichen 13 Rennen. Im Gegensatz zu Bradl schaffte es Lorenzo mit der Honda noch nicht ein Mal in die Top 10. Und das weiß auch Puig.

Bei Ducati sieht die Situation ausgeglichener aus. Andrea Dovizioso holte 240 der 409 Punkte (58,6 Prozent). Teamkollege Danilo Petrucci steuerte die restlichen 169 Zähler bei (41,4 Prozent).

Puig: „Triple wäre unglaublich“

HRC-Teammanager Alberto Puig ist sich bewusst, dass er sich bei Marquez bedanken muss, wenn Honda doch noch den Titel in der Teamwertung holt. „Es wäre großartig, das Triple zu holen. Marc gibt alles. Der Gewinn des Triples unter diesen Umständen wäre unglaublich“, verteilt er einen Seitenhieb in Richtung Lorenzo.

„Die schlechte Nachricht des Wochenendes auf Phillip Island ist, dass sich die Situation und die Ergebnisse von Jorge Lorenzo nicht verändert haben“, stellt Puig im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ fest. In der laufenden Saison gab Puig schon einige kritische Äußerungen zu Lorenzo von sich.